Meinungen


Aus Kritik und Rezensionen

 

Jürgen Jankofsky begann seine schriftstellerische Tätigkeit, indem er für Kinder Geschichten, Lieder, Gedichte und Hörspiele verfaßte - und gerade von den Kindern wird er, wie er selbst sagt, ständig ermutigt, weiterzu­schreiben. Dabei verfolgt er vor allem die Absicht, den Kindern, die mit den Figuren und Situationen fühlen, Spaß zu bereiten. Er schreibt für sie, um sie anzusprechen; in ihnen sieht er die Zukunft. Er will dabei in ihre Erlebniswelt eindringen und ihre Probleme verstehen, dabei aber auch gegen Interesselosigkeit und Gleich­gültigkeit ankämpfen.

MARION STRIGGOW (In: Diplomarbeit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 1989)

 

Jankofskys Buch markiert einen neuen Ansatz in der Auseinandersetzung der DDR-Kinderliteratur mit dem Nationalsozialismus. In seinem Ansatz entfernt er sich von dem pauschalen, schwarz-weiß-malenden Urteil „entweder man war Faschist oder man war Antifaschist...“, und orientiert sich an einer differenzierten Be­trachtung der einzelnen Menschen und deren Alltag. „Ein Montag im Oktober“ ist ein erster Schritt in diese Richtung.

SUSANNE GÖBEL (In: Magisterarbeit, Eberhard-Karls-Universität zu Tübingen, 1991)

 

Jankofsky erzählt bewußt und nachvollziehbar.

DR. STEFFEN PELTSCH (Neuer Tag Frankfurt/Oder 4.4.1986 - Rezension zu „Ein Montag im Oktober“)

 

Dein Buch haben wir beide gelesen und wichtig gefunden. Sowohl Kinder wie Erwachsene erfahren ja ab und zu, daß es ein Leben hinter dem Scheinbaren gibt. Mit dieser Schizophrenie müssen wir weiterleben, es ist ein gemeinsames Geheimnis. Dein Buch ist sehr gut durchgeführt...

MATHIS & IDA MATHISEN, Stokke/Norwegen (Brief vom 19.5.1990 zu „Ein Montag im Oktober“)

 

Jankofsky läßt Vergangenheit lebendig werden über Dokumente, Lageranweisungen und Archivakten, damit die Glaubwürdigkeit des Geschehenen unterstreichend und gleichzeitig einem Trend unserer Literatur folgend. Vor allem aber läßt er Menschen erzählen, „die das alles miterlebt haben und heute noch leben“, denn es ist wichtig, diese Menschen begreifen zu lernen.

Dr. CHRISTA JAUCH (In: „Beiträge zur Kinder- und Jugendliteratur“ 1986 - Rezension zu „Ein Montag im Oktober)

 

Hier hat sich ein Nachgeborener, der die Nazizeit nur vom Hörensagen kennt, mit einem originären Beitrag zur Faschismusproblematik gemeldet. Er stellt Geschichte weniger dar - wie könnte er auch -, aber er hinter­fragt, er erkundet, wertet und bezieht Stellung... Mir bereitet es Genugtuung, daß der Autor eine Stafette auf­nimmt, die von meiner Generation der hier im Lande Schreibenden, die von den antifaschistischen Autoren der ersten Generation, von Anna Seghers, Ludwig Renn, Willi Bredel, Bruno Apitz und vielen anderen übergeben wurde.

KLAUS BEUCHLER (Aus: Vortrag im IFL Potsdam am 27.11.1986)

 

Jankofsky macht keinen Hehl aus seiner Liebe zum geschichtsträchtigen Merseburg. Historische Fakten fließen ein in den dialogreichen Text, nicht lehrbuchhaft, sondern amüsant. Die Lust wächst, selbst Station zu machen im Schloßgarten, auf der Neumarkts- oder Dachbrücke, vor dem Wasserturm, vor dem Alten Rathaus oder dem Krummen Tor. Zugleich nennt Jankofsky schonungslos die Schandflecken der Stadt...

ANDREAS DUNTE (Hallesches Tageblatt 5.7.1991 - Rezension zu „Merseburger Ansichten 1“)

 

Der über tausendjährigen Geschichte dieser an der Saale gelegenen Kreisstadt in Sachsen-Anhalt nähert sich der Merseburger Stadtschreiber Jürgen Jankofsky einmal ganz anders, versucht Stadtgeschichte über die Dar­stellung des Wirkens von 50 Persönlichkeiten zu erschließen, die mit Merseburg und seiner Entwicklung in besonderer Weise verbunden sind.

REINHARD FÖRSTERLING (In: „Sackpiller-Jahrbuch 1991/92“ - Rezension zu „Merseburg - 50 Persönlich­keiten aus 1000 Jahren Geschichte“)

 

Auf 248 Seiten entstand ein lebendiges Geschichtsbild der alten Kaiserstadt. Die Namensliste reicht von Hein­rich I. über Martin Luther, Johann Wolfgang von Goethe und Napoleon bis zum Journalisten Peter Mersebur­ger.

(WAZ Bottrop 20.6.1992 - Rezension zu „Merseburg - 50 Persönlichkeiten aus 1000 Jahren Geschichte“)

 

Ansonsten muß ich Ihnen sagen, daß Sie das ganze Buch doch sehr interessant gemacht haben, und es macht Lust darin zu lesen, zumal Sie es vermochten kurz zu sein und charakteristisches herauszuarbeiten.

FRIEDRICH SCHORLEMMER (Brief vom 5.6.1992 zu „Merseburg - 50 Persönlichkeiten aus 1000 Jahren Geschichte)

 

Das mit großer Sorgfalt zusammengetragene Buch ist in meinen Augen sehr wertvoll, zumal der hiesige so geschichtsträchtige Raum nach Jahrzehnten der Geschichtslosigkeit nicht nur hier, sondern ebenso im Westteil unseres Vaterlandes großen Bedarf daran hat, sich wieder zu erinnern, bevor die Dinge endgültig vergessen werden.

ULRICH FREIHERR VON HEYL (Brief vom 1.10.1992 zu „Merseburg - 50 Persönlichkeiten aus 1000 Jahren Geschichte“)

 

... gut beraten ist, wer Jürgen Jankofsky „Merseburger Chronik“ daheim im Regal stehen hat. Denn das vor einem Jahr auf den Markt gekommene Buch verspricht mehr Spannung, als der nüchterne Einband ahnen läßt.

JAN WÄTZOLD (Mitteldeutsche Zeitung 16.12.1992)

 

Zauberhaft ist das wahrlich, was sich da Jürgen Jankofsky, Schriftsteller und Merseburger Stadtschreiber, ausgedacht und zu Buche gebracht hat.

(Hallesches Tageblatt 22.4.1993 - Rezension zu „Rabenzauber“)

 

Eine „Weltpremiere“ wurde gefeiert, als Jankofsky Ausschnitte aus „Münchhausens Mansfelder Reise“ vorlas. In diesem gerade fertiggestellten Kinderbuch über das Mansfelder Land und die Lutherstadt Eisleben bricht der berühmte Baron von Münchhausen noch einmal zu einer Reise auf, um den Kindern auf unterhaltsame und spannende Weise die Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten sowie Geschichten und Sagen dieser interes­santen Gegend nahezubringen.

(Weinheimer Nachrichten 14.5.1993)

 

Ich glaube, besser kann man die Geschichte Querfurts und dessen näherer Umgebung den Kindern kaum nä­herbringen. Für diejenigen, die Querfurt besuchen, wird dieses Buch bestimmt ein besonderes Andenken wer­den.

JÜRGEN RÖSCH (In: Mitteldeutsche Zeitung 1.7.1994 - Rezension zu „Querni und die Neunlinge“)

 

Inmitten eines Rudels gläubiger, neugieriger, gelangweilter, durstiger, skeptischer, unruhiger, schwitzender, frierender Menschen läuft ein Mann durch die Straßen Merseburgs und weist mit seinen langen Armen hierhin und dorthin auch, erklärt Gotthardstraße und Entenplan, Unter- und Oberaltenburg, sieht, daß manche Zuhö­rer verstohlen oder offen gähnen, und beginnt darum, Geschichten zu erzählen, von Schelmuffsky und Frau Schlampampe, von dem Raben im Käfig vor dem Schloß, von Basedow und - bis in unsere Zeit hinein - von dem Studentenpfarrer Friedrich Schorlemmer.

Der Mann, der da erklärt und gestikuliert, schwadroniert und seine Witze macht oder mit großer Sachkenntnis belehrt und Geschichte mit Geschichten nahebringt, ist groß und starkknochig. Von seinem Gesicht ist wegen des wilden, schwarzen Bartwuchses wenig zu er­kennen, aber das Alter schätzt man, rund gerechnet vierzig Jahre. Da sind einige in dem Rudel, die ihn zu erkennen glauben. Noch zweifeln sie. Der eine glaubt, mit dem Rübezahl zusammen studiert zu haben, Chemie. Und ein anderer widerspricht, der doch nicht, der war Bassist in einer Band, der hat am Kon in Halle studiert, und wieder andere meinen, ihn vom Literaturinstitut her zu kennen. Oder sie haben diesen Rübezahl an hundert Orten gesehen.

Stimmt alles. Hat er alles gemacht, der Janko, bis er begann, Hörspiele und Kinderbücher zu schreiben, wie „Ein Montag im Oktober“ und „Bastian und der Familienausflugsdampfer“ oder den Film „Lichtmeß in Sper­gau“. Wenn er in eine Schule kommt, eingeladen zu einer Lesung, und die Lehrer haben alle Klassen in die Aula „delegiert“, dann diskutiert er nicht, sondern holt seine Gitarre hervor, mit der er Völkerstämme unter­halten kann.

1991 schrieb er in Leuna, wo er neben dem Industriegiganten wohnt, die Verse vom Dichter Schicksal:

„vor Jahren schrieb ich

die weiße Fahne

hängt

mir

zum Halse raus

nun sehe ich schwarz manchmal

rot selten nur gold“

Janko hält seine Fühler ausgestreckt, ob Brauchtum, Umwelt, Historie, Workshops, das interessiert ihn alles, und das macht er, wie eben auch die Führung eines Rudels Touristen durch Merseburg.

HEINZ KRUSCHEL (In: „Schwarze Kolibris“ InterLesebuch Sachsen-Anhalt, 1994)

 

Alles in allem ein Buch (erschienen im Projekte Verlag Halle), das auf keinen Fall in den Regalen verstauben und unbedingt an den Schulen im Unterricht Einzug halten sollte.

(Mitteldeutsche Zeitung 30.3.1996 - Rezension zu „Die große Klappe“)

 

An Jankofskys Buch bewegt mich der Wille dieses Schriftstellers, Dinge ganz offen zur Sprache zu bringen, über die man vor allem in der Region reden und nachdenken muß... Ich möchte deshalb mit Nachdruck auf diese beachtenswerte Neuerscheinung auf dem kaum noch überschaubaren Büchermarkt hinweisen. Ein Autor in den vierziger Jahren, manchem noch als Merseburger Stadtschreiber bekannt, versucht Vergangenes zu ergründen, und bemüht sich mitzuwirken, daß das Hiersein durch Veränderung der Lebensqualität bereichert wird. Mit einem solchen Anliegen kommt deutlich zum Ausdruck, welchen tiefen Einfluß er dem Werk Walter Bauers verdankt. Der vor zwanzig Jahren in Kanada verstorbene Dichter wurde einst zur Stimme der Schwei­genden. Jankofsky kann heute von einer veränderten, weitaus besseren Position ausgehen. Aber er sucht Ver­bündete, die, gleich ihm, die Dinge durchschauen und der Region den Lebensatem erhalten wollen. Wenn Bü­cher auch nicht die Welt verändern - solche wie „Graureiherzeit“ bieten viele beachtliche Denkanstöße. Und das ist schon etwas in unserer Zeit.

Dr. HANS-MARTIN PLESSKE (Mitteldeutsche Zeitung 18.5.1886 - Rezension zu „Graureiherzeit“)

 

Insgesamt ist „Graureiherzeit“ ein sehr interessantes Buch, natürlich besonders für Menschen, die in der Re­gion Leuna wohnen, die sich und ihre Geschichte wiederfinden oder neu entdecken wollen. Aber es ist auch interessant für in anderen Teilen des Landes Lebende, Aufklärung darüber gebend, wie unbarmherzig ein Stück Heimat dem Fortschritt geopfert wird und dennoch trotz aller Zerstörung unauslöschlich „Heimat“ bleibt.

MONIKA und MANFRED HELMECKE (Volksstimme Magdeburg 15.8.1996 - Rezension zu „Graureiher­zeit“)

 

Neben sachlichem Benennen konkreter Dinge weiß er, von den Reihern zu schwärmen und ihr Lebensrecht mit uns in der Saaleaue klar auszusprechen. Aus Gefahren, die er heraufziehen sieht, weiß er zu schlußfolgern und seinen Schluß eindeutig zu formulieren. Es ist gut, darüber nachzudenken. Danke für dieses Buch!

(LEUNA-ECHO 13/96 - Rezension zu „Graureiherzeit“)

 

Mosaikartig werden Einzelschicksale vor, während und nach der Wende - immer mit dem kritischen Blick auf die bedrückend wirkende Umweltsituation - im Laufe des Buches zu einem Puzzle zusammengesetzt. Lebensum­stände werden ausgelotet - ein Spannungsbogen, der aus Alltag und Historie erwächst.

(Hettstedter Echo 23.10.1996 - Rezension zu „Graureiherzeit“)

 

...ein wirklich beeindruckendes Buch, bewegend, berührend, beängstigend, aber irgendwie auch fröhlich. Mir hat es wirklich sehr, sehr gut gefallen, und glaube mir, dies ist keine Floskel, ich meine es ehrlich, auch und gerade weil ich die schwierige Entwicklung dieses Buches ein ganz klein wenig mitverfolgen konnte, damals. Einige der Geschichten kannte ich noch, wenn auch in anderer Form. Die Geschichte der Simpler, Sissi, des Michael Kohlhaar und natürlich die Graureiherzeit haben mich sehr bewegt! Danke. Schade nur, dass dieses Buch nicht noch mehr in der Öffentlichkeit registriert wird, aber vielleicht kommt seine Zeit noch, vielleicht muss das Werk in der beschriebenen Form länger verschwunden sein, damit sich die Leute an Geschichte und Geschichten erinnern wollen.

Kammersänger OLAF BÄR, Dresden (Brief vom 30.10.2000)

 

Meinen herzlichsten Glückwunsch zum Walter-Bauer-Literaturpreis... Allein Dein letztes Buch, „Graureiher­zeit“, verdient diese Auszeichnung. Walter Bauer hätte seine helle Freude daran gehabt, denn Du stellst Dich mit diesem Werk auf die Seite der sogenannten „einfachen Leute“, für die auch Walter sein Leben lang einge­treten ist. Es sind die arbeitenden Menschen, von deren täglichem Einsatz der Fortbestand und der Reichtum jeder Gesellschaft abhängt, die aber selbst immer wieder dabei zu kurz kommen. Du hast deren Schicksal mit viel Einfühlungsvermögen in einen historischen Zusammenhang eingeflochten, der zugleich auch die Ge­schichte der Stadt Leuna dramatisch konkret macht. Ein literarisch wertvoller und gelungener Wurf. Ein schö­nes Buch.

Prof. HENRY BEISSEL, Alexandria/Kanada (Brief vom 31.10.1996)

 

Für mich befindet sich Jürgen Jankofsky noch mitten in seiner schriftstellerischen Entwicklung. Dabei dürfen wir erkennen: Leuna ist und bleibt seine literarische Heimat. Und wie er unaufdringlich immer wieder die Umweltproblematik in seinen Schaffensprozeß einzubinden vermag, läßt sein jüngstes Buch „Graureiherzeit“ erfahren...

Um das eigene Hiersein besser zu verstehen, versenkte sich Jankofsky in die Leunaer Geschichte. Die vom Autor gewählte abwechslungsreiche Collage-Technik kommt Jankofskys Fabulierfreude und -kunst entgegen. Und immer wieder träumt der Autor von einer Auferstehung Walter Bauers. Dessen „Stimme aus dem Leuna­werk“ spiegelt die gesellschaftlichen Bedingungen 65 Jahre zuvor wider. Bereits drei Jahre nach seiner Erst­veröffentlichung fiel das Buch der Nazi-Zensur zum Opfer. Die neue Stimme aus dem Leunawerk, die Jürgen Jankofsky mit „Graureiherzeit“ erklingen läßt, machen den Alltag und die Historie aus der Sicht der neunziger Jahre nachvollziehbar.

Dr. HANS-MARTIN PLESSKE (Laudatio zur Walter-Bauer-Preisverleihung 1996)

 

Als Bauers literarischer Nachlaßverwalter und im Namen meiner Kollegen an der University of Western Onta­rio möchte ich dem Walter-Bauer-Preisträger 1996, Herrn Jürgen Jankofsky, die herzlichsten Glückwünsche vermitteln. Es ist Jankofsky besonderer Verdienst, in zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen Walter Bauers literarisches und humanistisches Erbe wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben. Der Literaturpreis ehrt gleichzeitig einen jungen Autor, der sich ganz im Sinne Walter Bauers zu seiner mitteldeut­schen Heimat bekennt und dessen „Leunastimme“ mit „unaufdringlicher Innigkeit“ von den Freuden und Leiden des einfachen Menschen spricht.

Dr. GÜNTER HESS, University of Western Ontario, London/Kanada (Brief vom 8.11.1996)

 

Meine Kollegen und ich an der Universität Toronto gratulieren dem diesjährigen Empfänger des Walter-Bauer-Preises, Herrn Jürgen Jankofsky, aufs herzlichste. Seine fruchtbaren Bemühungen um Walter Bauers literarisches Schaffen bedeuten auch uns hier in Kanada sehr viel.

Dr. JOACHIM BIELERT, University of Toronto (Brief vom 7.11.1996)

 

Mit großer Freude habe ich von der Auszeichnung erfahren, die Dir mit der Verleihung des Walter-Bauer-Preises zuteil wurde. Da möchte ich herzlich gratulieren. Eure Bemühungen um die Erneuerung des Gedächt­nisses an einen so wesentlichen Dichter dieser Region heben sich wohltuend vom Hintergrund unserer neuen Disney-Land-Kultur ab. Schon dadurch, daß Du künstlerischen Bemühungen so sympathisch altmodischer Art zu größerer Geltung verholfen hast, hast Du Dir den Preis verdient. Es geht aber um mehr, um Dein eigenes Aufarbeiten der nun wieder um- und wegbrechenden Geschichte Eurer so wichtigen Region im poetischen Werk, um eine Arbeit, deren Spuren ihre Pfadfinder wohl noch zu erwarten haben, um - es macht mir nichts aus, das so modische Wort nochmals zu gebrauchen - ein Aufarbeiten von Zukunft, die es ja doch geben könnte.

Dr. RÜDIGER ZIEMANN (Brief vom 29.11.1996)

 

Pünktlich zum Geburtstag von Walter Bauer erschien Anfang November im halleschen projekte verlag 188 „Sonnentanz - Ein Walter-Bauer-Lesebuch. Mit diesem wollen die beiden Herausgeber Günter Hess und Jür­gen Jankofsky den zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Merseburger Schriftsteller aus der Versenkung ho­len. Denn: Obwohl Walter Bauer einer der produktivsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts war, sind seit seinem Tod - er starb 1976 im kanadischen Toronto - nur sehr wenige Arbeiten erschienen. Dabei hinterließ er nahezu 90 Buchtitel... Aus dieser Fülle wurden nun für „Sonnentanz“ Gedichte und kurze Prosa-Texte ausge­sucht. Keine leichte Aufgabe, die die Herausgeber jedoch mit Bravour gemeistert haben. Die ausgewählten Arbeiten widerspiegeln große Feinfühligkeit, Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe.

(Mitteldeutsche Zeitung 12.12.1996)

 

Jürgen Jankofsky liebt sein Leuna. Dort ist er zu Hause. Das redet er sich nicht schön. Er sieht nur genauer hin. Die Chemielandschaft kann ihn nicht schocken. Graureiher gibt es, sagt er, und darüber hat er auch ge­schrieben. Er hat einen vergessenen Dichter für uns zurückgeholt und geht mit seinen Geschichten zu den Kindern. Am liebsten mit der Gitarre unterm Arm.

DOROTHEA ISER (in „Verrückt nach Leben“ 1999)

 

Ein Mann ist unterwegs. Er reist nach Osten, er reist nach Westen. Die Reisen nach Osten liegen länger zurück, sie erklären gerade durch die subjektive Sicht – Momentaufnahmen – Entwicklungen, die in diesen Ländern, den ehemaligen Sowjetrepubliken und heutigen selbständigen Staaten vor sich gehen, zu Kriegen um die Errichtung von islamischen Gottesstaaten führen.

Jürgen Jankofsky war mit deutschen Schülern in Israel. Es gab Begegnungen mit jungen Israelis und mit jungen Arabern, Verständigungen, die von außen als kaum möglich erscheinen, die der Verständigung und vor allem dem Verständnis füreinander dienen.

Und er reist nach Westen, nach Kanada, auf den Spuren Walter Bauers, eines aus Deutschland ausgewanderten Autors, der Kanadier wurde und Deutscher blieb. Es ist damit der Blick von zwei Männern auf dieses Land und dieses Leben.

Jürgen Jankofsky Reisen sind Lebensstationen, die uns helfen, Weltsicht zu finden und zu gewinnen. Sie sind damit im besten Sinne Literatur.“

Dr. HARRY ZIETHEN (zu „Ortungen“ 1999)

 

Ortungen – ein lesenswertes Buch, für Leute, die gern reisen, und nicht nur für die. Es bringt auch ein kleines Stück Geschichte herüber, die wir in den letzten 25 Jahren selbst miterlebten. Es ist aber ebenso ein Buch, das unverkennbar von der Suche berichtet, von einem Vierteljahrhundert des Unterwegsseins des Autors auch in Halle, Merseburg, Spergau, Leuna oder wie immer sonst die Orte seiner unmittelbaren Heimat heißen. Nach der Lektüre der 238 Seiten des Buches weiß der Leser: Die Reise des Jürgen Jankofsky ist noch lange nicht beendet, und das ist gut so, oder, um mit Walter Bauer zu reden, der Weg zählt, nicht die Herberge!

MONIKA und MANFRED HELMECKE (zu „Ortungen“: Mitteldeutsche Zeitung 11.01.2000 und: „Ort der Augen“ 1/2000)

 

Zehn Jahre Wende aus der Sicht eines ostdeutschen Schriftstellers... Das Büro des Landes Sachsen-Anhalt in Brüssel hatte für diesen Vortrag Jürgen Jankofsky gewonnen... Auch in Antwerpen suchte er bei seinen ju­gendlichen Zuhörern Verständnis für die Lage im Osten Deutschlands zu wecken, indem er persönliche Erleb­nisse erzählte. „Diese Kontakte zwischen Flamen und Ostdeutschen sind wichtig“, so Professor Jan De Piere nach Jankofskys Referaten. „Nur so kann das vereinte Europa wachsen.“

(„Der Kontakt“, Brüssel, 1.2.2000)

 

„Großes Engagement und wirklich beeindruckende Leistungen.“

HANS BÖDECKER (Brief vom 11.5.2000 zu „Ich sein!“)

 

„Der Friedrich-Bödecker-Kreis hat seit April 2000 einen neuen Geschäftsführer. Es ist Jürgen Jankofsky aus Leuna. Er ist hier im Lande kein Unbekannter. Kinder erleben ihn als unterhaltsamen Erzähler, als Autor phantasievoller Geschichten, die er manchmal sogar zur Gitarre singt. Sie kennen ihn auch als Partner, der sie zum Schreiben ermutigt, der sich mit ihren Texten auseinandersetzt und sie veröffentlicht. Er kümmert sich um das, was ihm wichtig ist. Da kommt er um Leuna nicht herum und nicht um Bitterfeld, die geschundene Region, in der er Schönheiten entdeckt, die dort niemand vermutet. Er holt Dichter aus der Vergessenheit und folgt ihren Spuren bis in ferne Welten. Er hat Filme gemacht und Bücher, er entwickelt und leitet Projekte und sucht nach immer neuen Wegen zu jungen Lesern, ob er im Künstlerhaus wirkte oder als Mitglied des VS oder als Stellvertretender Vorsitzender des Friedrich-Bödecker-Kreises. Nun hat er die Geschäftsführung übernommen. Engagiert, energisch und zuversichtlich wird er die Leseförderung weiterführen. Unter seiner Anregung werden bewährte Konzepte geprüft und neue entwickelt. Dazu gehört die Weiterführung der internationalen Arbeit gemeinsam mit den Partnern des Verbandes der Schriftsteller. Dazu gehört auch die Betreuung der schreiben­den Schüler des Landes, die künftig für die Auseinandersetzung mit ihren Texten auch die elektronischen Medien nutzen können. Es gibt viel Arbeit. Schwierige Aufgaben und manchmal auch die scheinbar ausweglose finanzielle Absicherung der Projekte sind für Jürgen Jankofsky eine Herausforderung, der er sich entschlossen stellt.“

DOROTHEA ISER (in: „Ort der Augen 2/2000“)

 

Den „Novembertau“ habe ich in einem Zug gelesen. Am liebsten möchte ich das Buch hier an den Schulen verteilen, mehr für die Lehrer, als für die Schüler... So gut von der Gegenwart zu schreiben, das gibt es ganz selten. Mal eine Artikel in der Zeitung, das ja, aber eine richtige Geschichte!

EVA RAUSCH, München (Brief vom 6.11.2000)

 

Aber nun möchte ich Dir persönlich sagen, dass es sich wirklich lohnt, „Novembertau“ zu lesen und mit jungen Menschen darüber zu diskutieren und jeden zum Nachdenken darüber zu veranlassen, wie man die im Kopf entstandenen Einstellung zur Gewalt (von rechts) eindämmen kann. Ich danke Dir.

HANS BÖDECKER, Hannover (Brief vom 26.11.2000)

 

„Novembertau“ von dem Merseburger Autor Jürgen Jankofsky, als Jugendbuch gedacht, wendet sich glei­chermaßen an uns Erwachsene. Wir sind es schließlich gewesen, die das alles wieder einmal vermasselt haben. Durch uns sind all die Kids und Jugendlichen in jene schreckliche Sackgassen geraten, aus denen sie so schwer und oft gar nicht wieder herausfinden. Ganz im Gegensatz zu jenem alten Mann aus meiner Lesung meine ich, dass es noch viel zu wenig gute, eindrucksvolle Bücher über die Nazis für Jugendliche gibt. Und so ist jeder Versuch, diesem verhängnisvollen Dilemma abzuhelfen, hohe Anerkennung wert. „Novembertau“ ist ein auf seine Weise beklemmendes und genaues Buch.

Henning Pawel, Erfurt (Neues Deutschland 4.5.2001)

 

Alles, was da geschrieben wurde, ist m.E. lesenwert, weil es historisch-politische Aussagen sind – zwar standortverhaftet und damit notwendigerweise perspektivisch – aber immer authentisch und Reflexion von geschichtlicher Realität.

Dr. GÜNTER KOSCHE, Universität Rostock (Brief vom 10.03.2001 zu „Zehn Jahre danach“)

 

Das Verbindungsbüro Sachsen-Anhalt und die Brüsseler Buchhandlung Lesezeichen hatten Literaturfreunde eingeladen, sich mit dem Belgier Jan De Piere und dem Deutschen Jürgen Jankofsky über deren neues Buch zu unterhalten. Die beiden Autoren hatten sich vor zwei Jahren in Brüssel kennen gelernt. Beide haben geschichtsbeladene Geburtsdaten. Jankofsky, zwei Tage nach dem Arbeiteraufstand 1953 geboren, trauert dem Vernehmen nach noch heute 14 Tagen pränataler Entwicklung hinterher, die ihm durch die Aufregung um die Verhaftung seines Vaters verloren gingen. De Piere betrachtet die Maueröffnung am 9. November als persönliches Geburtstagsgeschenk, für die deutsche Geschichte jedoch als Datum nicht nur erfreulicher Erinnerungen. Beide Autoren sprachen und lasen über gemeinsame Begegnungen und Erlebnisse, Reflexionen über Heimat, Kindheit und Jugend, Vergangenes und Gegenwärtiges, Einendes und Trennendes, Historie, Sprache und Kultur, Geschichten und Gedichte. Dies alles fügte sich zu einem interessanten Mosaik belgisch-deutscher Annäherung.

(BELGIEN-MAGAZIN Nov. 2001) zu: „Grenz-Übergänge“

 

Es ist gut, dass Du NOVEMBERTAU geschrieben hast: ich schätze es sehr. Walter Bauer hätte Dir bestimmt sein Einvernehmen ausgedrückt, ich weiß es, da seine moralische Integrität ihn immer wieder mahnen ließ.

Dr. JOACHIM BIELERT, Toronto (Brief vom 14.12.2001)

 

Bravo! Bravo! Bravo! Es ist grandios und wunderschön! Ich bin begeistert! Ich danke Ihnen für die ergreifende und so stilvolle Geschichte, welche uns alle für die Aufnahmen im August inspirieren möge. Die CD wird bestimmt ein Erfolg und ich bin mir ganz sicher, den Kindern wird sie ebenso gefallen wie mir.

Prof. JOHANNES STERKEL, Krosigk (Mail vom 09.07.2002 zu „Loewe Carls Löbejüner Lieblingsnöck“)

 

Wenn der Nöck singt, erzählt man sich in Norwegen, dann hören die Wasserfälle auf zu rauschen und die Natur schweigt still. Im Begleitheft dieses reizenden Hörspiels lässt das Fabelwesen, dem Carl Loewe eine seiner schönsten Balladen gewidmet hat, eine alte Taschenuhr von den Froschfingern herab baumeln. Sie sagt, was wir nach kurzem Hören längst wissen: Jürgen Jankofskys Stück kommt aus einer anderen Zeit zu uns. Von winterlichen Nebelschwaden ist da die Rede, die am Fenster vorbei ziehen und für den kleinen Carl Loewe zu Gespenstern werden – während die Mutter lange Geschichten auf warmen Ofenbänken erzählt. Da lässt Peter Sodann seine Stimme knarzen wie der beste Großvater, die knackenden Holzscheite im Kamin denken wir uns dazu.

Sprecher und Autor ist es gelungen, die Biedermeier-Idylle, die Carl Loewe (1796-1869) musikalisch immer wieder auch abgebildet hat, kitschfrei und in ernsthafter Heiterkeit für Kinder aufzubereiten. In kompakten, von Jugendsprache gänzlich freien 60 Minuten zieht das Leben des Balladenmeisters an uns vorüber...

JOHANNES KILLYEN (Mitteldeutsche Zeitung 5.4.2003 zu „Es lockt des Nöcken Harfenschall“)

 

In Löbejün kann es passieren, dass einem ein Fabelwesen begegnet. Dabei handelt es sich um einen kleinen grünen Wassergeist: Carl Loewes Lieblingsnöck. Einfach ist das nicht, denn: „Ein leiser Wind muss vom nahen Petersberg her durch das Städtchen streifen und wie aus weiter Ferne Töne mit sich bringen. Die Sonne muss schon tief im Westen stehen und das Loewe-Denkmal am Löbejüner Markt in goldenes Licht hüllen.“ Doch wer das Glück hat, mit Nöck zusammenzutreffen, der wird in dessen Bann gezogen und geht mit ihm auf eine Zeitreise, die an den Anfang des 19. Jahrhunderts führt, als Carl Loewe in Löbejün aufwuchs. Das ist die Rahmenhandlung, die sich der in Leuna beheimatete Schriftsteller Jürgen Jankofsky ausgedacht hat, um Kindern das Leben des Komponisten Carl Loewe nahe zu bringen. Den Text hat Jankofsky ursprünglich für eine CD-Produktion geschrieben. Unter dem Titel „Es lockt des Nöckens Harfenschall“ kam Ende 2002 eine Hörspiel-CD für Kinder heraus. Auf ihr ist nicht nur Jankofskys Text, gesprochen von Peter Sodann, zu finden. Sie hat auch Loewe-Lieder, interpretiert von Sänger Johannes Sterkel, zu bieten.

Doch der Autor hat den Text auch in anderer Form vorgelegt: Unter dem Titel „Loewe Carls Löbejüner Lieblingsnöck“ ist er im Projekte Verlag als Kinderbuch erschienen. In kindgerechter Weise und sehr einfühlsam erzählt Jankofsky nicht nur Episoden aus dem Leben des Komponisten, sondern gibt die damalige Lebensweise wieder und reflektiert historische Ereignisse.

CLAUDIA CRODEL (Mitteldeutsche Zeitung 22.7.2003 zu „Loewe Carls Löbejüner Lieblingsnöck“)

 

Einen besonderen Dank für das Walter-Bauer-Spiel! Obwohl ich W.B. seit einem halben Jahrhundert zu kennen meine (auch durch Otto Wittke) hat’s mich einiges Neues lernen lasen!

HANS-JÜRGEN STEINMANN (Brief vom 15.9.2004 zu „Das Walter-Bauer-Spiel“)

 

Auf spielerische Art und Weise lässt sich Kindern am besten etwas nahe bringen. An diese alte Weisheit dachte der in Leuna lebende Schriftsteller Jürgen Jankofsky, als er sein Büchlein „Das Walter-Bauer-Spiel“ schrieb. Es bildet nämlich die Anleitung für das Erfinden eines ganz persönlichen Spiels und lässt sich für etwas Geübte flott und locker lesen. Hintergrund ist, dass der in Merseburg geborene Walter Bauer, der später ein bekannter Schriftsteller und Literaturwissenschaftler wurde, in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag begehen würde. Guter Grund also, an sein Leben und Wirken zu erinnern… Damit ihn die jüngeren Leser ebenfalls kennen lernen, schrieb Jankofsky seine Spiel-Anleitung. Darin schildert er Kindheit und Jugend Walter Bauers in Merseburg und seinen Weg bis nach Kanada – allerdings schon in besonderer Form: Auf Ereigniskarten. Dazu gibt es einige Seiten später noch Bücherkarten. Beide sollen in einem Spiel, das die Kinder nach eigenen Ideen gestalten können, zum Einsatz kommen. Es heißt also, sich ein Spielfeld mit verschiedenen Stationen auszudenken. Wer das Büchlein aufmerksam gelesen hat, dem fällt das bestimmt nicht schwer.

ELKE JÄGER (Mitteldeutsche Zeitung 1.10.2004) zu „Das Walter-Bauer-Spiel“

 

Sehr danke ich Ihnen für die Bauer-Bücher (besonders schön ist das Walter-Bauer-Spiel). Ich habe neues über W.B. erfahren.

JUTTA HOFFMANN (Brief vom 13.10.2004)

 

Heute, an diesem geschichtsträchtigen deutschen Datum, habe ich Ihr Buch „Graureiherzeit“ zu Ende gelesen. Ich habe eine Gruppe dieser Vögel auf einem Acker gesehen, aus dem Zugfenster, als ich am 2.11. nach Leuna reiste. Ich war tief beglückt, habe umso schmerzlicher den mutwilligen Mord an diesem Tier am Ende Ihres Buches miterleben müssen. Es gibt wenig Versöhnliches in Ihrem Buch. Es hat mich verstört. Der Besuch in der Sauna, das Apfelbaumsterben, das Tonstudio hinterm Spiegel im Speisesaal, die einsame Simpler-Sissi mit der Blaskapelle, das „Werk“ als Gift spendende Mutter – gar Auschwitz, und der Michael Kohlhaar, der mit Kirschblüten geschmückte Trabbi, die freudlosen Errungenschaften nach der Wende und die zermürbende & demütigende Arbeitslosigkeit – alles in allem ein harter Brocken!

Und doch: da ist auch etwas das mich beglückt hat, so ganz tief drin: Der totale Mangel an Gleichgültigkeit, die Vision eines blauen Himmels (hinter der bitteren Anlage) auf der Spitze des Gerüstturms, die Verehrung für die humanistische Stimme eines Landsmanns, Sie, der unermüdliche Motor, der diese Stimme propagiert. Sie sprechen damit dem Fatalismus nicht das Wort, es gibt ein Quäntchen Freien Willens, Sie demonstrieren es, dieser Glaube tut wohl. Hiermit vielen Dank für Ihr aufwühlendes Buch.

SUSANNE FORSTER (Brief vom 9.11.2004)

 

Es ist, wie bei Ihnen üblich, so lebendig geschrieben, dass ich mir gut vorstellen kann, wie Kinder es lesen und die Bilder begucken. W. Bauers Leben ist ja wirklich spannend, ich habe die Biografie von G. Hess hier und kann so beurteilen, wie geschickt Ihre Darstellung ist.

EVA RAUSCH (Brief vom 19.12.2004) zu „Das Walter-Bauer-Spiel“

 

Für „Das Walter-Bauer-Spiel“ bedanke ich mich herzlich. Ich habe mich sehr über das Buch gefreut, es mit Interesse gelesen und bin neugierig auf den Schriftsteller und Menschen Walter Bauer geworden. „Der Weg zählt, nicht die Herberge“ – Ausgangs- und Endpunkt eines spannenden Lebens. Du vermittelst in kurzer, prägnanter Form ein interessantes und vielseitiges Bild des Walter Bauer. Man spürt, wie intensiv du dich mit ihm beschäftigt hast. Die Mischung seiner und deiner Texte finde ich sehr gelungen. Auch die Collagen der Susanne Berner passen gut ins Gesamtbild.

ELISABETH HEINEMANN (Mail vom 14.04.2005)

 

Träume gehören einfach zur Weihnachtszeit wie die Rosinen in den Stollen. Und auch ohne Lieder und Geschichten wären die Wochen und Tage vor dem Fest schwer vorstellbar – sie verbreiten Vorfreude und schaffen stimmungsvolle Atmosphäre. Deshalb liest man das neue Buch von Jürgen Jankofsky am besten bei Dämmerung und Kerzenschein, mit einet Tasse duftenden Tee oder Kakao und leckeren Weihnachtsplätzchen. Noch besser ist natürlich, man kann sich dabei zurücklehnen, einfach nur zuhören und sich in den Lesepausen von den wunderschönen Illustrationen von Heike Lichtenberg verzaubern lassen. „Stille Nacht – Adventsdüfte und Weihnachtszwiebeln“ vereint drei Geschichten, die in der Adventszeit angesiedelt sind. Die Hauptpersonen sind in allen Fällen Kinder, die gern träumen und Wünsche haben.

ELKE JÄGER (Mitteldeutsche Zeitung 9.12.2005)

 

Ich habe es gern gelesen. Am Anfang musste ich mich erst mal daran gewöhnen, dass die einzelnen Texte wie unverbunden nebeneinander stehen. Dabei erzählst du natürlich chronologisch. Die Zeit ist der Ordner. Das macht dann aber auch den besonderen Reiz aus. Und auch die Formen sind so unterschiedlich. Notizen, Be­richte, Fragen, Stimmungen, Gedichte, alles gebunden an den Autor und seine Weltsicht. Das formt sich am Ende zu einem interessanten Lebensbild im Zeitcharakter. Manchmal hätte ich mir noch mehr gewünscht. Du holst Welt rein. Das tut uns gut und lenkt von eigener deutscher Nabelschau ab oder relativiert zumindest. Be­sonders stark empfinde ich die Reise mit deinem Vater in die „alte Heimat“. Das geht mir schon sehr nahe. Da schwingt Geschichte mit und wie wir nun damit zurechtkommen müssen. Das Verhältnis zu unseren Vätern. Wie kritisch bzw. abweisend wir ihnen begegnen mussten. Zwischen Schuldzuweisungen und Entschuldigungen fin­den wir nun endlich eine Spur. Erst jetzt wollen oder können (oder beides) wir verstehen. Mir geht es ähnlich. Und das rührst du an und auf in mir. Dafür danke ich dir. Und gratuliere.

DOROTHEA ISER (Mail vom 18.12.2005) zu: „Ortungen II“

 

Ein Wort zu Deinem Buch „Stille Nacht“: Es ist ein ganz wunderbares Buch zur Weihnachtszeit, ersten vom Inhalt, zweitens von der Form. Ich habe es gelesen, als ich vom Weihnachtsfest der Grundschule am Elbdamm kam, und also schon in vorweihnachtlicher Stimmung war. Und dann noch der Genuss Deines Buches. Mehr Weihnachten brauchte ich fast nicht. Besonders die Geschichte „Adventsdüfte“ hat es mir sehr angetan. Sie gehört zu den top ten Christmas Stories des 21. Jahrhunderts!

BIRGIT HERKULA (Mail vom 13.01.2006)

 

Ihr Buch „Graureiherzeit“ war sehr spannend, weil ich in die andere Situation der Zeit vor dem Mauerfall hineinversetzt wurde. Vielen Dank!

Prof. TAKAHIKO KAWAGUCHI, Tokio (Schreiben vom Januar 2006)

 

Vor gut zwei Wochen fand ich Jankofskys Ortungen II im Briefkasten. Das neue Buch hatte seinen Weg von Leuna zu meinem flämischen Wohnort gefunden. Erste Begrüßung folgt. Der erste Kontakt mit dem neuen Freund, der das Buch ist, ist materieller Art. Vor braunrotem Hintergrund schauen mich zwei Farbbilder an, das zweite aus einem afrikanischen Land schon exotischer als das andere, das osteuropäisch anmutet. Einfache weiße Buchstaben erzählen mir, wie mein neuer Freund heißt und wer für die neue Freundschaft zuständig ist. Ich streichle den harten Umschlag, der sich sanft anfühlt wie eine junge gesunde Haut. Ich schlage das Buch auf: ein handliches Format, angenehmer Schriftspiegel, einladender Druck. Der Verleger versteht sein Handwerk.

Schade, dass die Bilder im Buch selber keine Farbbilder sind, denke ich mir. Farbbilder wären bestimmt zu teuer gewesen. Aber während ich lese, muss ich feststellen, dass die Schwarzweißaufnahmen genau richtig sind und dem Inhalt entsprechen, denn die paradiesischen Farben der exotischen Orte verblassen, wenn der reisende Schriftsteller tiefer schaut, durchblickt, die Schicht unter der Oberfläche wahrnimmt. Wie jeder Mensch ist Jankofsky auf der Suche nach dem Paradies, scheint es zu finden, wird aber nach wie vor enttäuscht. “Woge um Woge gischtet über das schwarze Gefels,/umbrandet uns wie Adam und Eva. Allein / auch dieser Traum von einem letzten / Paradies zerstiebt, als wir / den Tankerdreck auf/ unserer Haut / entdecken, / schmierig / zähes / Öl.”(S. 55).Wenn er seine Erfahrungen daheim und in der Fremde auswertet, muss er jedesmal schlussfolgern, dass der Mensch selber diesem von ihm herbeigesehnten Paradies im Wege steht. Ist der Mensch das unmenschlichste Lebewesen auf Erden?

Jankofsky genießt die Welt und leidet an ihr. Auf jeder Seite drückt er diese Gefühle aus. Es ist der rote Faden durch seine Ortungen. Nach den vielen Jahren innerhalb der Ostblockgrenzen öffnete sich 1989-90 die Welt. Befindet sich drüben das Paradies? Er erkundet die Welt, genießt Unvermutetes, stößt an die Grenzen der Menschlichkeit, wo sie sich ins Unmenschliche verwandelt, ob in Mauritius, Malta, Senegal, Vietnam, Yucatan… “(…) die Insel allein wäre / Ruhe und Freude und Freizügigkeit. / Ringsum aber sehe ich nichts als / Verkniffen- und Verklemmtheit, Selbstsucht, / Gier, Gereiztheit, Hektik und Frust. / Dort, wo ich meine Bleibe habe, waren mir / solche Fratzen nie Kontrast.”(S. 74, Playa del Matoral). Und auch S. 108 schreit Jankofsky seine Enttäuschung aus über das Phänomen ‘Fastfoodisierung’ : “(…) Fastfood und nicht nur zum Fressen, sondern in allen Bereichen menschlichen Lebens, Fastfood zum Hören, zum Sehen, allenthalben Oberflächlichkeit, Beliebigkeit, Ziel- und Wurzellosigkeit.”

Reisen gibt dem Schriftsteller den erforderlichen reflexiven Kontrast zum Alltag: “Mit der Entfernung aus dem Alltag wuchs einmal mehr die Distanz zu eigenem Tun”(S. 58). Auch außerhalb des Alltags aber findet der Mensch Jankofsky nicht den Halt, den er sucht, nach dem er seit seiner Geburt in DDR-Merseburg auf der Suche ist. Neue Ortungen sind bestimmt notwendig.

Auch in diesem Buch zeigt Jankofsky sein schriftstellerisches Können, stellt das ganze Skala seiner literarischen Fähigkeiten zur Schau. Immer findet er das richtige Wort, den harmonischen Satzrhythmus,benutzt er die Vielfalt seiner Stilmöglichkeiten. Kurze präzise Notizen, ausführliche detaillierte Beschreibungen, kurzgefasste Erzählungen ohne überflüssige Ornamente oder Betrachtungen, kurze sich einprägende Gedichte …. Für jeden angehenden Schriftsteller ist dieses Buch ein Muss, fast ein Lehrbuch ohne Theorie. Auch in dieser Hinsicht kann ich “Ortungen II” als gelungen, sehr gelungen, bezeichnen.

Prof. Dr. JAN DE PIERE, Antwerpen, Rezension zu „Ortungen II“, „Ort der Augen“ II/2006

 

Ich habe das Leuna-Buch in einem Zuge gelesen und mich wieder an meine Germanistik-Leidenschaft im Studium erinnert. Literatur hat eben doch viele Möglichkeiten, die wir in der Geschichtsschreibung nicht haben, erfasst uns sozusagen ganzheitlich – und schlägt uns, wie im erwähnten Fall, in den Bann.

Prof. Dr. MATHIAS TULLNER, Magdeburg (Brief vom 28. März 2006) zu „Graureiherzeit“

 

Reiseliteratur im Zeichen der von Imre Kertész angestellten Überlegung: „Ist nicht der beschränkte Ort, an dem wir unseren Alltag verleben, symbolisch für jedweden Ort, für die Welt, das Leben selbst?“ – Wie soll man das verstehen? Sicher ist, dass Jürgen Jankofsky mit diesen als Motto seinen Reiseaufzeichnungen vorangestellten Worten nicht den Sinn und Wert des Reisens in Frage stellen oder gar negieren will, wie beispielsweise Gottfried Benn es getan hat. Ihm geht es offenbar darum, das jeweils aufgesuchte Reiseziel, nicht weniger als den Ort des eigenen Alltags, als je eigenartige Erscheinungsform der vielgestaltigen Welt, des vielfältigen Lebens, zu „orten,“ einzusehen und zu erfahren, um auf diese Weise Schritt für Schritt, Reise um Reise, die Kenntnis von Mensch, Welt und Selbst zu erweitern. Dem Schriftsteller obliegt es dann, seine Erfahrungen und Einsichten festzuhalten, auszuwerten, mitzuteilen.

Das tut Jankofsky mit dem hier vorgelegten Band. Wie schon in seinen ersten Ortungen (dr. ziethen: 1999) nutzt er die Form des Tagebuchs, bereichert mit Fotos aus eigener Kamera, um die Fülle des allerorts mit wachen Sinnen Wahrgenommenen, des mit regem Geist Reflektierten thematisch gemischt, doch chronologisch geordnet, seinen Lesern verfügbar zu machen. Auf privaten und beruflichen Reisen – innerhalb Deutschlands, in umgebende Länder Europas, in den fernsten Osten (Vietnam) und Westen (Yucatan), ins tropische Mauritius, nach Malta, auf die Kanarischen Inseln, nach Afrika (Senegal) – beschreibt er die dort angetroffenen Wunder der Natur, die zahllosen Wunder und Wunderlichkeiten der menschlichen Kultur. Er gibt aufschlussreiche Erklärungen und Kommentare zur Geschichte besuchter Orte und Länder, zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Trends. Wiederholt notiert er Gedanken zu gegenwärtigen politischen Ereignissen zu Hause und in der Welt, auch Gedanken zu scheinbar belanglosen privaten Zufällen und Begebenheiten. Er berichtet von Veranstaltungen, Exkursionen, Abenteuern, Begegnungen, kulinarischen Genüssen und Schrecken. Er erzählt vielerlei unterwegs ihm Zugetragenes: Schicksale, Anekdoten, Kurioses aus Folklore und Volksmund; er streut Lektürenotizen und Erinnerungssplitter ein, lange und kurze Zitate aus und zu der jeweiligen Landesliteratur – und immer wieder ehrliche exemplarische Selbstreflexion.

Der thematischen Vielfalt entspricht ein vom Tagebuch ebenfalls willig aufgenommener Variationsreichtum der Form. Die diversen Fakten, Eindrücke, Beobachtungen und Überlegungen werden dargeboten als diskursive, aphoristische und auch fiktive Prosa, als szenischer Dialog, als Gedicht, als Zitat. Die intime Struktur des Tagebuchs lässt den Leser teilhaben an dem, was der Berichtende objektiv beobachtet und subjektiv erlebt hat. Die (meist) datierten Einträge versetzen den Leser in dessen hic et nunc und lassen ihn unmittelbar mitsehen, miterleben, mitdenken. Dabei weiß der Autor seinen markanten Parlando-Stil als täuschend schlichtes Medium sowohl spontaner Selbstverständigung als auch natürlichen Erzählens einzusetzen und die angestrebte Mitteilung von Mensch zu betroffenem Menschen umso effektiver zu gestalten.

Mit diesem ansprechenden und reichhaltigen Reisetagebuch hat Jürgen Jankofsky einen multidimensionalen Spiegel der er-fahrenen Welt- und Lebensfülle erstellt, in dem jeder Leser Wissens- und Bedenkenswertes, An- und Aufregendes, Lustiges und Trauriges, Bestätigung und Korrektur finden wird. Es ist ein Buch, das fasziniert: Es dringt darauf, in einem Zug durchgelesen zu werden und drängt gleichermaßen zu wiederholtem Aufschlagen und nachdenkendem Verweilen. Es ist ein Buch für jeden, der sich an Menschen-und Weltkenntnis bereichern will, dem der Mensch und die Welt am Herzen liegen.

Prof. Dr. ANGELIKA AREND, University of Victoria, Kanada, Rezension zu „Ortungen II“, Mai 2006

 

Ich gratuliere Dir herzlich zum Buch „Einigland?“, das ich sehr interessant finde

ELISABETH HEINEMANN (Mail vom 8. September 2006)

 

Dass sich alles im Leben irgendwie verwerten lässt, beweist der Leunaer Schriftsteller Jürgen Jankofsky mit einem respektablen Geniestreich: Er zog gesammelte Wort- und Satzfetzen der letzten 20 Jahre aus der untersten Schublade und umgarnte einen guten Freund solange, bis der davon überzeugt war, dass die Illustrationen von Jankos Zettelsammlung auch sein, des Grafikers Lebenswerk, bereichern würde. Zwar weiß Dieter Gilfert bis heute nicht, welchem Genre die „Wortabfälle“ zuzuordnen sind, aber er hat sie treffend bebildert. Herausgekommen ist ein kleines feines Büchlein in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren (sämtlich handsigniert), das sich bei einem Glas Rot- oder Weißwein stilvoll genießen lässt. Was es mit dem Titel „Dalis Lama“ auf sich hat, entdeckt der Betrachter erst beim langsamen Blättern im Band – und wird, je nach Stimmung, leise lächeln oder laut lachen. Der hintersinnige Humor und die gelungene Verbindung von Text und Bild wärmen das Herz, machen Freude und trainieren die Gesichtsmuskeln. Manchmal muss man einfach bisschen spinnen, auch wenn man wie Jankofsky und Gilfert das so genannte gesetzte Alter (53) schon erreicht hat…

ELKE JÄGER (Mitteldeutsche Zeitung vom 7. Dezember 2006)

 

Da sitzt der Nöck an Carl Loewes Denkmal in dessen Geburtsstadt Löbejün. Er wird den kleinen Zuhörern dieser CD zum allerersten Mal überhaupt etwas über Carl Loewe (1796-1869) erzählen. Er war ein bedeutender Musiker seiner Zeit, schuf aus Balladen wunderschöne Kunstlieder. Carl Loewe für Kinder? Kunstlieder für Kinder? Wer die Geschichte gehört hat, wird nicht länger zweifeln, dass das zusammenpasst. Jürgen Jankofsky hat Carl Loewes Lebenslauf in einfache Worte gefasst, freundlich, sehr menschlich und für Kinder greifbar erzählt.

www.toene-fuer-kinder.de

 

Das ist ja eine großartige Geschichte und so schön und liebevoll dargeboten!

EVA RAUSCH (Brief vom 20.04.2007) zu „Jesus rot Himmel weit“

 

Wurde das bejahrte Tagebuch-Heft wirklich im Elternhaus von Walter Bauer gefunden? Das liest man wie eine Novelle aus dem 19. Jahrhundert. Übrigens wäre das Tagebuch-Heft nicht das älteste erhaltene Dokument, das wir besitzen; bis jetzt ist das eine Postkarte, die W.B. im Ersten Weltkrieg an seinen im Lazarett liegenden Bruder Artur schrieb.

Dr. GÜNTER HESS, Toronto/Kanada (Mail vom 20.04.2007) zu “Jesus rot, Himmel weit”

 

Herzlichen Dank für Dein „Jesus rot, Himmel weit“-Büchlein, das mir sehr gelungen scheint. Raffiniert, wie Du da Bauer, Völker und Jankofsky miteinander verflochten hast!

Prof. HENRY BEISSEL, Ottawa/Kanada (Mail vom 31.05.2007)

 

Lieber Jürgen, der Völker-Text hat mich tief bewegt (Schicksalskunst!)…

DIETER WEIDENBACH, Oktober 2007 zu: „Jesus rot, Himmel weit“

 

In den Textpassagen wechseln kurze Landschaftsbeschreibungen mit Stimmungsbildern, Gedankenblitze tauchen auf, Verbindungen zu Max Klinger, der auch schon hier wandelte, werden geknüpft, aus seinem Tagebuch zitiert. Mal grübelt Jankofsky, mal schwelgt er genussvoll. Urbans Zeichnungen sind keine Illustrationen, sondern stehen als eigenständige Kunstwerke auf jeder zweiten Seite des Buches. Immer schön im Wechsel mit den sparsamen Sätzen des Freundes und beides ergänzt sich wundervoll.

ELKE JÄGER (Mitteldeutsche Zeitung vom 26. Januar 2008) zu: „Blütengrundblätter“

 

Ich bin immer noch total begeistert. Hier gefällt mir alles, angefangen mit der schönen Verarbeitung, von der Schrift über den Satzspiegel, das Papier und die tollen Grafiken, die illustere Schar der Künstler, die Du da vereinen konntest, und  Deine Texte gefallen mir alle ausgesprochen gut. Ich habe gestern Abend angefangen zu lesen und habe heute noch vor dem Frühstück die letzten Kapitel gelesen, konnte dabei auch herzhaft lachen!

HEIKE LICHTENBERG, Halle (Mail vom 5.6.2008) zu: „Sekret“

 

Dein Buch habe ich mit Interesse, Genuss und dem Gefühl des Berührt-Seins an einem Tag gelesen… Erinnerst Du Dich noch, wie vor fast 30 Jahren vieles so hoffnungsvoll mit Edith Bergner begann? Und dann kamen die Jahre zwischen damals und jetzt. Du hast vieles davon eindrucksvoll zu Papier gebracht was in dieser Zeit mit Dir und mit uns allen geschah. Danke!

PETER HOFFMANN, Friedersdorf (Brief vom 17.6.2008) zu: „Sekret“

 

Damit Du weitere „Absonderungen“ oder „vertrauliche Mitteilungen“ zustande bringst und uns, Deine Mittäter und Adressaten, weiterhin derart ins Vertrauen ziehst – nur zu! „Sekret“ gibt neue Blicke auf JJ frei und hält auch einige Überraschungen bereit – man staunt! Gratulation dazu!

SIEGFRIED MAAß, Hecklingen (Mail vom 19.6.2008) zu: „Sekret“

 

Die Lesung hat mir gut gefallen, auch darum, weil Du Persönliches und Welthaltiges zusammenbringst.

GUNTER PREUß, Leipzig (Mail vom 21.6.2008) zu: „Sekret“

 

Der Leser, der es ganz genau wissen will, kommt bei „Sekret“ ins Grübeln: Ist das so passiert? Oder wäre es nur schön gewesen, wenn es sich so ereignet hätte? Und hat der wirklich mit der fremden Frau…? Jankofsky windet sich nicht, redet sein Leben in der DDR nicht schön; er erzählt, was für viele seiner Generation nacherlebbar und –vollziehbar ist. Die sich verändernde Sicht eines Ostdeutschen. Eine wunderbare Ergänzung bilden die Illustrationen von 19 bekannten Künstlern.

ELKE JÄGER (Mitteldeutsche Zeitung vom 21. Juni 2008) zu: „Sekret“

 

Schon die erste Geschichte „Über die Schreibweise meines Namens“ macht Spaß und ruft diesen wohlbekannten Wiedererkennungseffekt hervor. Denn schließlich haben wir uns alle schon und zwar leider viel zu oft hilflos St. Bürokratius in männlicher oder weiblicher Form ausgeliefert gefühlt. Und dabei trennte uns von der Amtsperson doch nur ein Schreibtisch oder ein Schalter. Aber es kommt eben, wie stets im Leben, auch hier auf den Standpunkt an, also wer davor und wer dahinter seinen Platz eingenommen hat. Das heißt nun aber nicht, jede Geschichte sei so angereichert mit Satire, dass es eine Lust ist. Nachdenklich Stimmendes ist dabei, Ernstes, Schräges und immer ist es Lesenswertes. Jürgen Jankofsky hat in seinem Kurzgeschichtenband „SEKRET“ so richtig ins volle Alltagsleben gegriffen. Viele Geschichten sind in der Ich-Form geschrieben, das stellt, in Verbindung mit Inhalt und Stil, gleich so eine gewisse Vertrautheit dar. Die Rezensentin kennt niemanden, der sich so wie Jankofsky mit den Ereignissen rund um den 17. Juni 1953 befasst (siehe „Geburtstag“). Gegensetzliches hat der Autor in seinem Berufsleben bisher getan: An der Technischen Hochschule Merseburg studiert, eine Ausbildung zum Berufsmusiker absolviert und das Literaturinstitut Leipzig besucht – dies zum großen Glück seiner Leser. Denn verdiente er als Techniker seinen Lebensunterhalt, müsste die Leserschar auf sein Büchlein verzichten und das wäre in der Tat jammerschade. Eine Besonderheit, die nicht genug gerühmt werden kann, ist die Tatsache, dass die Illustrationen sage und schreibe neunzehn! verschiedene Handschriften tragen, denn so viele Künstlerinnen und Künstler sind auf ihre Weise am ästhetischen Genuss beteiligt. Zum Schluss noch eine positive Kleinigkeit – nostalgisch und praktisch: „SEKRET“ ist mit einem Lesebändchen ausgestattet!

CHRISTINE BOSE (www.marktplatzeichsfeld) zu: „Sekret“

 

Ich war eben in Merseburg und hatte Dein Kinder-Bauerbuch mit und habe es gelesen, es ist ein sehr schönes Buch, man spürt Dein Herzblut und dass Du den Kindern etwas geben, aber alles für sie offen lassen willst, dass sie ihn zu ihrem eigenen machen können.

DANIELA DANZ, Halle (Mail vom 22.7.2008) zu: „Das Walter-Bauer-Spiel“

 

Als Erzähler zieht Jankofsky Persönliches nur heran, wenn es dazu dient, das Leben der Leute seiner Generation hier in unserem Mitteldeutschen Raum zu reflektieren. Das „Ich“ in seinen Geschichten ist oft überzeugend authentisch und dann doch wieder in der Schwebe. Ist er es nun selbst oder nicht? Aber diese Frage dürfte für den Leser zweitrangig sein. Viel wichtiger erscheint, dass er in diesen Texten das Leben findet: Ungeschminkt, so, wie es sich hier zugetragen hat und noch immer zuträgt. Die Sprache des Autors ist deftig und bodenständig zugleich. Sie drückt Mitgefühl aus, aber auch beißende Ironie. So z.B. als er erleben muss, wie ein von ihm einst als Brücke zwischen den Generationen verstandenes Brauchtum in seiner Heimatstadt nun Kitsch, Umsatzdenken und fragwürdiger Ideologie zum Opfer fällt.

PETER HOFFMANN („Medien-Kuss“ 3/08) zu: „Sekret“

 

Habe inzwischen Dein SEKRET "with pleasure and profit" gelesen. Intereressant die diversen menschlichen, historischen und globalen Verschlingungen und Verstrickungen - "good wholesome food for thought", dargeboten in einem direkt und unausweichlich ansprechenden Erzählton. Nimm meinen Glückwunsch zu einem gelungenen Werk entgegen - und dazu meinen Wunsch nach mehr.

PROF. DR. ANGELIKA AREND, Victoria/Kanada, Mail vom 11.9.2008

 

Der Titel des Bändchens ist richtig gewählt, Mal sind es Reflexionen „top secret“, Mal auch nut abgesonderte Erkenntnisse und ein anderes Mal stille Hoffnungen. Zugleich steckt in dem amüsanten Erzählband eine gehörige Portion Zeitgeschichte vor und nach der Wende.

AXEL SCHNEIDER („Klartext“ 3/2008) zu: „Sekret“

 

Mit viel Gespür für tragikomische Situationen zieht der Autor in seinen Erzählungen eine sehr persönliche Bilanz des Ostdeutschen. Sehr unterhaltsam.

(SUPER-ILLU, 7.8.2008) zu: „Sekret“

 

Jürgen Jankofsky hat in dem Band, der mit Illustrationen von 19 Künstlern versehen ist, gefällige und tief schürfende Miniaturen vorgelegt und beweist damit, dass nicht unbedingt ein breit angelegtes episches Fresko vonnöten ist, um ein präzises Bild von der Zeit damals und vom Heute zu bekommen.

(KRAUTGARTEN, November 2008, Belgien), zu: „Sekret“

 

Ein Buch, das von vorn und hinten gelesen werden kann, fällt schon deshalb aus dem Rahmen. Dieses Büchlein hat aber noch etwas ganz Besonderes: Auf der einen Seite ist der Einband rot und der Text deutsch, auf der anderen blau mit arabischen Schriftzeichen. „Anna und Achmed“ soll Kindern im deutschsprachigen wie im arabischen Raum die Botschaft vermitteln: Wir können und kennen lernen und Freunde sein.

ELKE JÄGER (Mitteldeutsche Zeitung vom 15. November 2008) zu: „Anna und Achmed“

 

Das Besondere an dem liebevoll aufgemachten und von Heike und Claudia Lichtenberg aus Halle illustrierten Buch: Es ist sowohl auf deutsch als auch auf arabisch geschrieben und kann von vorn und von hinten (dann auf arabisch) gelesen werden.

ULRICH BAXMANN (Volksstimme vom 18. November 2008) zu: „Anna und Achmed“

 

Eine schöne Idee! Ein schönes Buch!

MANFRED SCHLÜTER, Hillgroven (Mail vom 9.1.2009) zu: „Anna und Achmed“

 

In den vergangenen Tagen habe ich noch einmal ihren Roman-Bericht "Graureiherzeit" gelesen. Vielen Dank für diesen großen Text! Erlauben Sie eine Anmerkungen? - Sie hätten wohl Anlass genug, dieses Bild des gewaltigen, schrecklich-schönen Industriezentrums weiterzuführen. Haben Sie es vor oder schon getan? Ich denke, an Leuna lässt sich geradezu exemplarisch zeigen, wie in unserem Land gearbeitet, geplant und ausgebeutet wird, manchmal sogar auch mit Ansätzen von Sinnhaftigkeit. Die Wirtschaftskrise wird Leuna wieder besonders treffen. Ich denke mir, dass die Verleger nicht Schlange stehen werden, aber doch später...

Dr. ELKE HAAS, Celle (Mail vom 01.02.2009)

 

Nun also eine Sammlung kurzer Prosatexte, deren Entstehungszeitraum sich über etliche Jahre erstreckt. Das spielerische Prinzip, das den schmalen Band durchzieht, offenbart schon sein vieldeutiger Titel „Sekret“: im Neutrum Absonderungen, Geheimnisse bezeichnend und in der femininen Form das stille Gebet des Priesters während der Messe. Jankofsky spielt denn auch in diesen rund 20 Texten seine Stärke, Persönliches, ja Privates zu mischen mit literarischer Fiktion, lustvoll aus. Nicht nur die Person des Autors wird in der schillernden Ironisierung deutlich, sondern auch ihr regionales wie literarisches Umfeld. Walter Bauer, natürlich, der taucht da zwangsläufig auf, auch Schiller, Goethe, Shakespeare. (…) Subjektiv und klug, heiter und (mindestens) doppelbödig, nachdenklich und unterhaltsam sind Jankofskys Geschichten, denen zahlreiche mit dem Autor befreundete Künstler ebenso persönliche Grafiken und Illustrationen beigesteuert haben.

Dr. PAUL DETLEV BARTSCH, Halle (in: „Lesefutter 2009“)

 

Es ist wahrscheinlich, dass, wenn der Geschäftsführer eines Bödecker-Kreises auf einen Sekretär des tunesischen Schriftstellerverbandes trifft, ein interessantes literarisches Projekt entsteht und dann auch durchgeführt wird. Dies wird eigentlich fast zwangsläufig, wenn diese beiden Personen dann noch Jürgen Jankofsky und Slaheddine Lahmadi sind. Und so ist es auch. Entstanden ist ein außergewöhnliches Buch, und dies in vielfachem Sinne.

Dr NORBERT SCHULZ, Halle (in: „Lesefutter 2009“)

 

Und in anderer Sache wollte ich noch sagen, daß ich Deinen Text in den Eulenblumen sehr schön fand mit all den Bögen, die er mit Leichtigkeit schlägt und es ist überhaupt ein sehr schönes Buch geworden, für daß ich mich herzlich bei Dir bedanken möchte. Meine Große war ganz aufgeregt darüber und ihr hat Deine Geschichte auch das Wochenende über zu denken gegeben und sie hat gleich selber weitergedichtet.

DANIELA DANZ, Halle (Mail vom 8.6.2009) zu „Eulenblumen & Pustespiegel“

 

Mein Kompliment für "Anna und Achmed": Konkret, lebendig, stimmig und für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen spannend zu lesen. Zwischendurch, z.B. bei der Erinnerung an deutsche Geschichte, dachte ich manchmal: Wo soll das hin? Aber alle noch offenen Dinge lösen sich durch den Schluss auf, der immer wieder in mir arbeitet, wenn ich daran denke. Da ist dir ein Text gelungen, der weit über den sichtbaren Horizint hinaus reicht. Glückwunsch! Und dass die Geschichte dann auch noch in einer zweiten Sprache erscheint ist das Pünktchen auf dem "i".

PETER HOFFMANN, Bitterfeld (Mail vom 16.09.2009).

 

Ich bin gerade noch auf den Spuren von Quien Schotte. Bei uns hieß Quien eher kleiner Stift (noch im Rotznasenalter). Ich finde den Aufbau des Buches, mit den Rückblenden, den historischen Streiflichtern und den mehr oder weniger autobiografischen Zwischengeschichten ganz toll, vor allem für einen ehemaligen Leunaner.

ANGELIKA SIEBERT, Berlin (Mail vom 24.11.2009) zu: „Graureiherzeit“

 

Sollte Anna wirklich über Eulenblumen und Pustespiegel schreiben? Oder waren es Spiegeleulen und Blumenpuste? Oder Pusteeulen und Spiegelblumen? Im Kopf des Mädchens in der ersten Geschichte dieser Anthologie wirbeln die Teile der beiden zusammengesetzten Wörter wild durcheinander. Als sie am Ende auch das Deutschheft nicht findet, in das sie ihre Gedanken eintragen will, zeichnet sie schließlich einen Pustespiegel in ihr Malheft, wie sie sich ihn vorstellt – mit geschriebenen Worten als Umrahmung. Erst in der Schule stellt sich heraus, dass es in der Hausaufgabe darum ging, eine Geschichte von Till Eulenspiegel zu lesen und eine Pusteblume zu zeichnen.

Wie es kommt, dass Anna für die Erledigung der Aufgabe dennoch gelobt wird und die Klasse mucksmäuschenstill ihrer Geschichte von den durcheinandergebrachten Hausaufgaben lauscht, berichtet Jürgen Jankofsky in der ersten Geschichte des Büchleins, in dem Geschichten und Gedichte von Autoren aus Sachsen-Anhalt gesammelt sind. Man kann sich die kleine Sammlung – in vorlesefreundlich großen Buchstaben gedruckt – sehr gut in Kindergärten und Schulen, aber auch in den Bücherregalen der Kinderzimmer vorstellen. Es sind die einfachen Botschaften in fantasievollem Arrangement, die Kinder anregen sollen. Es sind die Landschaften, Familien, Situationen, die sie durchwandern können, um zu lachen, zu lernen und zu verstehen, um Gedanken und Träume zu entwickeln und damit ihre eigenen virtuellen Räume zu füllen. Eine schöne Idee: Die Kinder werden aufgefordert, Zeichnungen zu den Geschichten zu machen und zu den im Buch enthaltenen Zeichnungen Geschichten zu erfinden.

Die Herausgeber dieses Buches, das für den unterrichtsbegleitenden Einsatz in der Grundschule geeignet ist, gehören zum Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt e. V.

SILVIA OTTOW (Neues Deutschland, vom 28.11.2009) zu: „Eulenblumen & Pustespiegel“

 

Habe Ortungen I sehr kurzweilig dann gleich noch gelesen; Tagebuch und Gedichte haben mir doch sehr lebhafte Bilder gezeichnet… Israel-Notizen für mich natürlich aus wegen der eignen Biographie (insgesamt ja dort 10 Jahre fast verbracht, einmal in den 70igern als Freiwilliger der Aktion Sühnezeichen, dann 1980-83 und 1990-95 an der Deutschen Botschaft in Tel Aviv. Und weil sehr an Osteuropa interessiert, fand ich die baltischen Sommerskizzen ein wunderbares Eintauchen in ferne Zeiten und Orte.

PETER REIK (Auswärtiges Amt, Mail vom 5.1.2010) zu „Ortungen I“

 

„Anna und Achmed“ ist sehr wichtig, nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Es ist eine kurze Geschichte, die jedoch viel für alle Menschen beinhaltet: die Landesgeschichte, die Landschaften, das Leben hier und dort, die soziale Frage, die Beziehungen zwischen den Ländern usw.

Prof. TAKAHIKO KAWAGUCHI, Tokyo/Japan, Brief v. 14.1.2010

 

Ja, ist der Mann denn überhaupt noch zu Hause?, möchte man fragen angesichts der Vielzahl der Reisen, von denen Jankofsky erzählt. Tunesien, Ghana, Südafrika, Ägypten, die Osterinsel, Italien, Finnland, Estland, Bosnien, Vietnam, Island – und die Liste ist immer noch nicht komplett. Die Lust am Entdecken geht ihm wohl nicht aus und die am Schreiben hoffentlich auch nicht.

ELKE JÄGER (Mitteldeutsche Zeitung vom 19.Ferbruar 2010) zu: „Ortungen III“

 

Jürgen Jankofsky ist ein unruhiger Geist, stets voller Pläne und Ideen, immer in Bewegung. Unterwegs sein ist ihm dabei keineswegs Flucht vor sich selbst, sondern vielmehr die Suche nach der eigenen Position innerhalb eines seit der Wende 1989/90 nun ungleich größer gewordenen Horizontes. Der Titel seiner Reiseberichte – „Ortungen“ – verrät diesen Ansatz, sich seiner selbst zu versichern; nunmehr liegt der dritte Band vor, der die Lücke zwischen 2005 und der Gegenwart schließt. Das Humboldt-Motto, wonach jene die gefährlichste Weltanschauung besitzen, die die Welt nie angeschaut haben, treibt Jankofsky weit umher. Er will dabei aber nicht nur anschauen und zusehen; er möchte erleben, fühlen, reden. Keine touristische Oberfläche also, sondern das wirkliche Kennenlernen von Land und Leuten und vor allem eins: Brücken bauen mit Hilfe des Schreibens, mit Hilfe der Literatur. In seiner Funktion als stellvertretender Bundesvorsitzender der Friedrich-Bödecker-Kreise knüpft er Kontakte zu Schriftstellerverbänden weltweit mit dem Ziel, die Literatur als trojanisches Pferd einer in heutigen Zeiten so wichtigen Verständigung zwischen Völkern und Kulturen zu nutzen, die vor allem eins als Voraussetzung braucht: Das unvoreingenommene Gespräch. Das wiederum erfordert intime Kenntnis von – und Offenheit füreinander, und daran lässt uns Jürgen Jankofsky in seinen stilistisch ganz unterschiedlichen – mal tagebuchartigen, mal reflexiven, mal feuilletonistischen und mal erzählerisch-poetischen Texten – teilhaben…

Für mich, der ich auch „Ortungen 1“ und „Ortungen II“ kenne, hat Jankofsky nochmals deutlich zugelegt. Die Präzision seiner Texte ist beeindruckend, beim Lesen entstehen aus knappen Worten unmittelbar Bilder im Kopf und – was vielleicht noch wertvoller ist – auch ein Gefühl für das, was Jankofsky uns schildert.

Prof. Dr. PAUL DETLEV BARTSCH, Halle (in: „Lesefutter2010“)

 

Einen prächtigen Anlass für … ein Geschichtenwirrwarr stiftet der jüngst von Eva Maria Kohl, Jürgen Jankofsky und Norbert Schulz für den Friedrich-Bödecker-Kreis e.V. herausgegebene Band „Eulenblumen & Pustespiegel“. Autorinnen und Autoren unseres Bundeslandes haben Geschichten, Märchen und Verse verfasst, die nicht nur für die Kjnde selbst eien reichen Schatz Lesfutter bieten, sondern auch Lehrende, Eltern und alle anderen einladen, sich auf eine unterhaltsame Reise zu begeben.

KATRIN GREINER, Halle (in: „Lesefutter2010“)

 

Es ist eine große Besonderheit in Deutschland, dass der Bödecker-Kreis seine Bemühungen zur Leseförderung immer auch mit Impulsen zum kreativen und freien Schrieben verbindet. So ist es jetzt schon seit vielen Jahren gute Tradition, dass ein Schreibaufruf veröffentlicht wird, der Kinder sehr unterschiedlichen Alters zum Schreiben inspirieren soll… Eine Jury wählt aus der großen Menge an Texten dann die Auffälligsten aus und prämiert diese durch die Aufnahme in ein richtiges Buch. Der vorliegende Band ist nun das Ergebnis dieses Prozesses. Die Herausgeber Jürgen Jankofsky, Eva Maria Kohl und Diana Kokot haben die schwierige Aufgabe übernommen, die äußerst verschiedenen Texte zu einem schönen Buch zusammenzuführen. Die Verschiedenhaftigkiet der Texte ergibt sich aus dem sehr offenen Schriebaufruf, der die Kreativität der acht bis 18jährigen Autorinnen und Autoren in keiner Weise einschränken soll. Trotzdem haben die Herausgeber es vollbracht, die Texte in Kapiteln zusammenzufassen, die zudem noch sehr spannende Überschriften tragen.

Dr. NORBERT SCHULZ, Halle (in: „Lesefutter 2010“)

 

Vor kurzem hat der tunesische Schriftstellerverband eine Premiere für das Buch „Nascendo“ organisiert. Der Autor des Buches, Jürgen Jankofsky, ist für seine Verbundenheit mit unserem Land und für seine Dienste für die tunesische und deutsche Literatur bekannt.

(AL-SARIH, Tunis, 18. April 2010, zu: „Nascendo“)

 

Für „Nascendo“ hat Jankofsky Texte vorwiegend aus den vergangenen 30 Jahren zusammengestellt, die eigenes Denken, Fühlen und Erleben wiederspiegeln, aber auch von Land und Leuten hier erzählen. Selbst Walter Bauer fehlt nicht. Für den Titel hat er sich einen Begriff aus der Chemie entlehnt. Er steht für etwas, das neu beginnt…

ELKE JÄGER, Mitteldeutsche Zeitung vom 12. Mai 2010 (zu „Nascendo“)

 

Am Wochenende nunmehr die beiden Ortungen II u. III gelesen; sehr persönliche, dennoch mit dem wesentlichen Blick für Politisches und Länderspezifika und kulturelle, soziale Bedingungen, kurzweilige Reisetagebücher. Manchmal auch "banal" im Sinne von "Alltäglichem", was der literarischen und lesefreudigen Qualität keinen Abbruch tut, sondern vermutlich der DDR-Biographie geschuldet ist, nämlich früher eher doch eingeschränkt reisen zu können.

PETER REIK (Auswärtiges Amt, Mail vom 23.6.2010) zu „Ortungen II und III“

 

Ich lese jetzt Ihr Buch „Graureiherzeit“. Ihr Ich-Erzähler ist mir sehr sympathisch, mit seiner ruhigen Schwermut des weltfremd gewordenen Menschen, mit seiner friedlichen Einsamkeit. Sein Reiher ist dem heutigen Leser sehr wichtig.

Dr. AMALIA ALEKSANYAN, Jerewan (Mail vom 7.9.2010) zu „Graureiherzeit“

 

Das Buch von Jürgen Jankofsky gefällt mir sehr gut, nochmals vielen Dank dafür. Vielleicht können Sie ja dieses Kompliment weitergeben.

PROF. DR. WALTER KRÄMER, Dortmund (Mail an Arne-Grit Gerold vom 20.9.2010) zu „Merseburg – 50 Persönlichkeiten…“

 

Jankofsky schreibt eine gediegene, meist autobiografisch grundierte Prosa – insbesondere überzeugen mich die Bände „Nascendo“ und „Graureiherzeit“.

PETER GOSSE, Leipzig, Brief vom 10.12.2010 (an P.E.N)

 

Wir haben Dein Buch mit, ja, soll man sagen Vergnügen?, auf jeden Fall sehr gern gelesen, es hat uns gefallen, so manches mal tatest Du uns leid (Mosambik), so manches mal „beneideten“ wir Dich. Du bist schon ein richtiger Reisender, da war Dir die DDR mit Sicherheit viel zu klein.

MANFRED und MONIKA HELMECKE, Arnes/Norwegen, Brief vom 12.12.2010

 

Insbesondere beeindruckt hat mich „Graureiherzeit“, eine in der Collage-Technik verfasste Geschichte der Menschen, der Industrie, der geschundenen Natur in den und in der Umgebung der Leuna-Werke in der Zeit der Wende (1987-1995). Zudem ist Jankofsky ein sehr talentierter und beliebter Kinderbuchautor.

IMRE TÖRÖK, Leutkirch, Brief vom 10.1.2011 (an P.E.N)

 

Lieber Herr Jankofsky, gestern kam Ihr Lesebuch "Zaubersprüche & Sachsenspiegel" an. Ich bin begeistert, ich bin fröhlich, ich danke Ihnen! Was für eine großartige Idee, für junge Leute zeitgenössische (Bödecker-)Texte zu sammeln, die unmittelbaren oder mittelbaren Bezug zum Leben, zur Landschaft, zur Geschichte in Sachsen-Anhalt haben! Und Susanne Berner ist eine feine Illustratorin! Wie haben Sie das Kunststück fertiggebracht, das Buch zu finanzieren? Wie geht es in die Schulen? Die Lehrer und Lehrerinnen müssen sich glücklich schätzen! Ich habe alle Texte mit steigendem Vergnügen studiert. Der größte aber ist Ihre namengebende Erzählung "Zaubersprüche und Sachsenspiegel". Wunderbar lehrreich, unterhaltlich, ermutigend und literarisch großartig komponiert!

Dr. ELKE HAAS, Celle, Mail vom 26.1.2011

 

„Zaubersprüche & Sachsenspiegel“ heißt ein Lesebuch des Mitteldeutschen Verlages, das in diesen Tagen an alle Sekundar-, Berufs- und Förderschulen sowie Gymnasien des Landes verteilt wird, in denen Schüler der Sekundarstufen unterrichtet werden. Herausgegeben wurde es vom Leunaer Autor Jürgen Jankofsky und seinen Kollegen Eva Maria Kohl und Norbert Schulz. Das Besondere: Schriftsteller aus Sachsen-Anhalt haben für Schüler des Landes Geschichten und Gedichte verfasst. Fächerübergreifend – etwa in Geschichte, Literatur und Ethik – kann damit gearbeitet werden.

(Mitteldeutsche Zeitung, Saalekreis, 28. Januar 2001)

 

Meiner Meinung nach hat es „Zaubersprüche & Sachsenspiegel“ insgesamt trotz kleinerer Schwächen, zu denen letztlich auch eine gewisse Textlastigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Lesebüchern zählt, unbedingt verdient, den von den Herausgebern erhofften Weg in die Klassenzimmer und damit in die Schülerhand zu finden. Dem Deutsch- und Ethikunterricht stehen mit dieser Sammlung insbesondere unverbrauchte, neue Texte, die auch der Lehrer eben noch nicht kennt und die seine Routine fruchtbringend aufzubrechen vermögen, zur Verfügung, zu denen es im Moment zwar noch keine Lehrerhandreichungen gibt, aber auch das halte ich für eine gute Chance, sich als Lehrkraft einmal wieder neu einzulassen, von den Schülern zu lernen, ein Geben und Nehmen anzustoßen, ohne bereits vor der Textrezeption durch die Schüler einen festgelegten Weg im Kopf zu haben.

SUSANNE PICHOTTKY, Halle (in: „Lesefutter 2011“)

 

Ich lese öfters darin und finde, dass die Geschichten und die Gedichte wirklich etwas Zauberhaftes haben. Von den Geschichten gefallen mir besonders "Bumerang", "Wie Herr Wörtlich seine Zeit verlor", "Die Ballonfahrt" und deine "Zaubersprüche und Sachsenspiegel". Wie nett, dass dabei auch dein Kanadabesuch erwaehnt wird. Ich hoffe, dass dieses gelungene Buch den verdienten Erfolg haben wird. Es wird bestimmt die jungen Leser zum Schreiben anregen. Congratulations!

Dr. GÜNTER HESS, University of Western Ontario, London/Kanada (Mail vom 21.02.2011)

 

>Nascendo< hab ich gelesen. als generebezeichnung wäre >Miniaturen< möglich. miniaturisten misstrauen möglicherweise dem ganzen, oder allumfassenden weltbildern. der band enthält unterschiedliche literarische zugansarten, mit denen man wirklichkeiten erkunden und beschreiben kann. viele der texte hinterfragen herkünfte, soziale wie kulturelle. in >Über die Schreibweise meines Namens<, vielleicht ist ja die kreativität der sachsen ihr slawischer anteil, verbinden sich bericht und reflexion, alltagsanekdotisches und kulturgeschichtliches, ernst und ironie, wirkliches und fiktives. zum schluß eskaliert die realität im fiktiven bild der explosion metaphorisch, wobei die zerstörungsgewalt der briefbombe psycholgisch der permanenten namensverstümmelung entspricht. ansonsten gefallen mir vor allem die ganz kurzen texte, wajhrscheinlich wegen der verknappung, die ich schätze. >Zeit-Lupe< oder >Zeit-Raffer< erinnern mich sogar, bis ins schriftbild hinein, an kurztexte heiner müllers.

HOLGER BENKEL, Schönebeck, Brief vom 28. März 2011

 

ich finde dein leserattenlied sehr erwachsenentauglich: erwachsene leute haben oft schon das staunen verlernt. In der aufzählung all der personen, mit denen wir und die und unsere und deren kinder und möglicherweise schon enkel aufwachsen, entstehen im kopf zwangsläufig wieder die bilder des staunens, die man hatte, als man mit all diesen wunderbaren figuren die welt entdeckte. Ich glaube, du hast in diesen beiden liedern mehr gekonnt, als du vielleicht selbst für möglich hältst. Und ich denke, dass das nicht nur mir so geht, dass da unerwartet eine tür in die eigene kindheit, ein tor zu diesem wunderbaren staunen, an das wir uns alle gern erinnern, unter der bettdecke lesend, dass die mutter das licht nicht sieht, eröffnet, dass man gar nicht anders kann als mitsingen. Ich habe mir das lied nicht gewünscht, um den autor jankofsky ins kleinkindalter zu schicken, sondern weil ich das lied in seiner einfachheit für ein ganz großes halte, wenn ich das mal so sagen darf. Eins, worum man die so oft seelenentleerten, sich nach irgendwohin sehnenden menschen wieder zurückholen kann – nicht in eine heile welt, aber in die erinnerung daran, dass wir alle mal angetreten sind, diese welt ein wenig heiler machen zu können. Dazu haben uns diese figuren verholfen, die unerschrocken, wie hans im glück, am ende die freiheit gewinnen, indem sie das gegenteil tun von dem, was von ihnen erwartet wurde – und so das leben wieder in händen halten.

LUDWIG SCHUMANN, Zepernick, Mail vom 26. Mai 2011

 

Gerade von einem Wochenendausflug zurückgekommen, finde ich Dein neues Buch im Briefkasten: Wie schön! Ich gratuliere herzlich und wünsche ganz viele interessierte Leser und Betrachter. Ich habe gleich mal “diagonal” hineingeschaut. Interessant! Das Layout gefällt mir sehr. Auch das Format ist günstig gewählt. Es ist erstaunlich, wie viele Länder Du darin “berührst”.

ELISABETH HEINEMANN, Magdeburg, Mail vom 17. Juli 2011 zu "Reise um die Erde in 226 Texten"

 

Heute kam das Belegexemplar Deiner "Reise um die Erde in 226 Texten". Wunderschön! Und dass sich das polnische "sto lat" sowohl in Deinem Text als auch in meinem Bild findet - das ist doch kein Zufall, oder?

MANFRED SCHLÜTER, Hillgroven, Mail vom 19. Juli 2011

 

Letzte Woche ist das schöne Büchlein gekommen und weil ich nun zwar im Allgemeinen so wenig Zeit wie nie hatte, im Besonderen aber wenn ich das Baby schaukele doch vergleichsweise viel Zeit zum Lesen, habe ich es gleich durchgelesen. Das ist sehr schön und ein prima Konzept, auch mit den überflogenen Ländern. Ich frage mich, wann Du solche Mammutprojekte neben der ganzen Arbeit noch machst, aber Du schläfst nicht so viel, glaube ich. Ja, da sind Länder drin, die kannte ich nicht mal und es zeigt auch, wie aktiv man selbst im Überfliegen reisen kann, wie Mandelstam, der alles aufnimmt bei seiner armenischen Reise. Jedenfalls und dann noch mit den verschiedenen Handschriften der Illustratoren ein tolles Buch.

DANIELA DANZ, Kranichfeld, Mail vom 21. Juli 2011 zu "Reise um die Erde in 226 Texten"

 

Gemäß seinem Vorgänger und Vorbild Walter Bauer hat sich Jürgen Jankofsky aufgemacht, den Planeten zu erkunden, nicht zuletzt als Versuch, „sich die Welt als ein Ganzes vorzustellen (…) bevor womöglich alles zerfällt.“ Ernst und konsequent ist dieses Anliegen, zuweilen von augenzwinkernder Heiterkeit, nicht selten mit staunendem Blick. Gut vorbereitet, wissbegierig, hat Jankofsky so die halbe Welt bereist, der anderen Hälfte aus dem Flugzeug und an mancher nicht überwindbaren Grenze über die Schulter geschaut.

ANDRÉ SCHINKEL, Mitteldeutsche Zeitung vom 30. August 2011 (zu „Reise um die Erde in 226 Texten“)

 

Man staunt selbst und wundert sich, wie der gebürtige Merseburger, der seinem Flecken bis heute treu geblieben ist, ins Bild tritt, schlaglichtartig, in Sekundenaufnahmen, das Ureigne eines jeden Landstrichs aufnimmt und über Geschichte und Verfasstheit der Gegend, die er soeben bereits, oft frappierend Bescheid weiß.

FRIZZ, Halle, September 2011 (zu: „Reise um die Erde in 226 Texten“)

 

Deine deutsch-tunesische Geschichte gefällt mir, auch wenn ich über die so unvermutet abgelehnte Visumsablehnung erschrocken war. Aber sie ist ja nicht das Ende der Geschichte. Ein Buch, das aus zwei Hälften besteht: schöne Idee!

KLAUS SEEHAFER, Bitterfeld, Mail vom 29.10.2011 zu „Anna und Achmed“

 

danke für das buch, die zweisprachigkeit ist spannend anzusehen und die geschichte gut erzählt, meine kinder und ich lesen und gucken und man rückt ein stück näher an ein uns fremdes land!

JULIANE BLECH, Halle, Mail vom 21.12.2011 zu „Anna und Armen“

 

Dank für den Egel (hat es die MZ schon rezensiert?) - Habe mehr als geschmunzelt....

AXEL SCHNEIDER, Magdeburg, Mail vom 22.12.2011 zu „Egel – eine infantile Geschichte“

 

Lieber Jürgen Jankofsky, am späten Abend noch eine kleine Kopfreise durch fremde Länder zu machen, ist mir eine Freude, die ich Ihrem Buch zu verdanken habe. Mit Dank und allen guten Wünschen für das neue Jahr

HERBERT WIESNER, P.E.N., Mail vom 1.1.2012 zu „Reise um die Erde in 226 Texten“

 

In Deutschland wurde das Buch nicht umsonst „eine literarisch-musikalische Reise in ein exotisches, freundliches Land“ genannt: es erzählt von der Reise des deutschen Mädchens Anna nach Armenien, wo der armenische Junge Armen die junge Touristin mit seinem Land, seiner Kultur, der Geschichte und seinen Traditionen bekannt macht. Vom Armenischen ins Deutsche wurde das Buch durch die Dichterin und ÜbersetzerinHeErmine Navasardyan gebracht. „Die Arbeit an diesem Buch war ein einziges Vergnügen. Es ist so schön festzustellen, dass in unserer Zeit, in der die Freundschaft so an Wert verloren hat, Brücken der Freundschaft zwischen armenischen und deutschen Schriftsteller vor unseren Augen erstarken. Ich habe mich sehr gefreut, Jürgen Jankofsky auf armenischem Boden zu sehen. Der Schriftsteller ist einfach begeistert von unserem Land – besonders von der Hauptstadt.“ Die Buchpräsentation fand in fünf deutschen Städten statt: Magdeburg, Merseburg, Berlin und anderen. Die Veranstaltung, an der der armenische Botschafter in Deutschland, Armen Martirosjan, teilnahm, ging in eine warme und fröhliche Feier der Freundschaft über.

ELENA SCHUVAJEVA-PETROSJAN, Dnevnik, Jerevan Januar 2012, zu „Anna und Armen“

 

… nun hat Anna eine gleichnamige Doppelgängerin bekommen. Als Jankofsky im Herbst 2010 in Eriwan weilte, um eine Kooperationsvereinbarung mit dem armenischen Schriftstellerverband vorzubereiten, hatte er das Buch „Anna und Achmed“ mit im Gepäck. Und es wurde schnell klar, dass ein ähnliches Projekt mit dem dortigen Vorsitzenden des Schriftstellerverbandes, Levon Ananyan, in Angriff genommen werden kann. Und so entstand nach dem gleichen Baumuster die Geschichte „Anna und Armen“. Dieses Mal entsteht die Freundschaft zwischen Anna und Armen anlässlich der offiziellen Reise von Anna und ihrer Lehrerin nach Armenien zur Vorbereitung eines Freundschaftsvertrages. Auch hier gestalten die beiden Autoren wieder abwechselnd die Perspektive der beiden Figuren. Und der dorise Verlag brachte in sehr ähnlichem Layout, gestaltet wieder von Claudia Lichtenberg, ein Kinderbuch heraus, welches von zwei Seiten gelesen werden kann, einmal in deutscher und einmal in armenischer Sprache. Wie erste Rezensionen und die Berichte der Autoren zeigen stößt das Buch so auf großes Interesse bei Kindern. Die Kinder erfahren viel von der Kultur des jeweiligen Landes. Und sie können einiges erahnen, wenn sie die fremdsprachige Fassung betrachten, auch wenn sie die Sprache nicht beherrschen.

Dr. NORBERT SCHULZ, Halle (in: „Lesefutter 2012“)

 

Herzlichen Dank für Ihr neues internationales Büchlein "Anna und Armen", das Sie mir als Weihnachtsgabe geschickt haben! Wie gut und wie wichtig sind solche zweisprachigen Texte und wie fein illustriert ist gerade dieses wieder!

Dr. ELKE HAAS, Celle, Mail vom 24.1.2012

 

…aber nun Dein Buch: Es gefällt mir sehr gut, nicht nur die wertvolle Aufmachung, auch und besonders Deine Texte. Gut geschrieben, informativ, ich habe dazu gelernt über die Zaubersprüche und Dich ... Eine sehr gute Idee, in sich geschlossen und stimmig. Gratulation!

Dr. CHRISTINA SEIDEL, Halle, Mail vom 14.10.2012 (zu: „Zauberspruchblätter“)

 

Mit viel Einfühlungsvermögen und dem ihm typischen Sprachstil schildert Jankofsky in dem neuen Buch Episoden aus Bauers Leben, reflektiert Tagebucheinträge, zitiert aus Briefen, Laudationes, Zeitungsrezensionen und macht sich Gedanken darüber, wie Bauers Leben wohl verlaufen wäre, wenn er an anderen Orten gelebt hätte. „Der Weg zählt, nicht die Herberge“, ließ Walter Bauer auf seinen Grabstein schreiben. „Doch wäre sein Werk mit anderen Herbergen ein anderes geworden?“ regt Jankofsky zur Diskussion an. Ausdrucksstark und feinsinnig formuliert sind unter anderem auch der Besuch bei der ersten Schwiegertochter Bauers, der Geburtstagsgruß und das R-Gespräch, in dem Jankofsky darüber sinniert, welche Fragen er wohl hätte, wäre Bauer unerwartet am Telefon…

Dr. ULJANA WUTTIG-VOGLER, Mitteldeutsche Zeitung vom 2.11.2012 (zu: „WalterBauerBlätter“)

 

Vielen Dank für das Buch. Mein Sohn war auch sehr begeistert davon. Wir haben es mehrfach gemeinsam gelesen.

Dr. KARAMBA DIABY, Halle, Mail vom 4.3.2013 (zu: „Anna und Amo“)

 

Jürgen Jankofsky verknüpft in dieser Geschichte eine mögliche interkulturelle Begegnung, wie sie in Deutschland nicht untypisch ist, mit Sachinformationen regionaler und internationaler Art. Sein Erzählstil bewegt sich dabei an der Grenzlinie zwischen auktorialer Distanz und erlebter Rede der Protagonisten. Zwar werden nie explizit Gedankenmonologe verfasst, doch lässt das Erzählte in prägnanten Momenten eindeutig die Perspektive der Kinder erkennen. Damit erreicht der Autor eine Distanzverringerung zwischen Geschichte und Lesern, die wichtige Momente der Geschichte eindrücklich in Szene setzt.

Prof. Dr. MICHAEL RITTER, Bielefeld, (in: „Lesefutter 2013“ zu. „Anna und Amo“)

 

Stolz ist der Autor auch darauf, dass sein neues Merseburg-Buch pünktlich zur Leipziger Buchmesse fertig geworden ist. Es trägt den Titel „Merseburg – 1200 Jahre in 62 Porträts und Geschichten“. Die Spannbreite reicht dabei vom ersten deutschen König bis in die Gegenwart und zeigt, dass die Bedeutung der Domstadt Merseburg weit über Mitteldeutschland hinausreicht. Viele Leser dürften sich an Jankofskys Werk „50 Persönlichkeiten aus 1000 Jahren Geschichte“ erinnern, schon damals porträtierte der Leunaer Persönlichkeiten, die Merseburger Geschichte geschrieben haben. Natürlich tauchen Personen aus diesem Buch auch wieder im neuen auf. Aber von einem Abklatsch zu sprechen, wäre völlig falsch. Die Texte wurden überarbeitet, präzisiert und Fehler ausgemerzt. Und es sind viele neue Persönlichkeiten dazu gekommen. So Frauen, die im ersten Band völlig fehlten, wie Kunigunde, Elisabeth Schumann und Margarethe Bothe. Die Palette der Männer wird u.a. um Wilhelm Daene, dem der Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ zuerkannt wurde, Rudolf Bahro und den verstorbenen Galeristen Claus-Jürgen Kämmerer erweitert.

Dr. ULJANA WUTTIG-VOGLER, Mitteldeutsche Zeitung vom 12.3.2013

 

Das Kapitel über meine Großmutter ist sehr gut gelungen. Wunderbar! Und ich freue mich auf den Rest des Buches.

JOY PURITZ (Enkelin Elisabeth Schumanns), London (Engl.), Mail vom 16.3.2013. (zu: Merseburg…)

 

Das Buch ist schon angekommen, ich habe auch schon mal kurz hineingesehen. ich finde es toll. Alle Achtung.

MAIK REICHEL, Lützen, Mail vom 26.3.2013. (zu: Merseburg…)

 

Das Buch ist sehr interessant, sogleich habe ich mir natürlich „Daene“ durchgelesen. Das ist ihm doch ein würdiger Platz zugewiesen worden. Insgesamt, so beim ersten Überfliegen, flüssig, klug, lesbar und lesenswert, das ganze Buch. Danke!

BIRGIT HERKULA, Magdeburg, Mail vom 28.3.2013. (zu: Merseburg…)

 

Jürgen Jankofsky ist ein Weltbürger. Wahrscheinlich war er das von seiner Einstellung her schon lange, aber nun hat es die Entwicklung mit sich gebracht, dass er dies auch auslebt. Und da er nicht nur als Tourist unterwegs ist, sondern mehr noch in seiner Profession als Schriftsteller, der erwartet wurde, um über Zusammenarbeit zu reden, gewann er einen anderen, tieferen Einblick in die Gastländer, gibt den an uns weiter. Es ist eine Spurensuche: Wo komme ich her, wo gehe ich hin? Reisen ist für ich Vieles, Ortswechsel, Möglichkeit, Begegnungen zu suchen, Menschen zu treffen, Geschichten zu hören, Bildung natürlich auch Als Motto aber hat er einen Satz von Imre Kertész vorangestellt: „Ist nicht der beschränkte Ort, an dem wir unseren Alltag verleben, symbolisch für jedweden Ort, für die Welt, das Leben selbst?“ Was sucht er also? Findet er an allen Orten, die er aufsucht, sich selbst und seinen Heimatort?

Jürgen Jankofsky lässt uns teilhaben an seinem Suchen und Finden und Begegnen, an seinen Motiven zu reisen. Ein bisschen sind wir dann auch dort gewesen, wissen, wie die Menschen leben. Denn er ist nicht zuerst unterwegs, um dort Landschaften und Kulturen zu sehen und zu erleben, nein, es geht ihm hauptsächlich darum, sich durch das Kennenlernen anderer Existenzen zu erkennen, zu merken, was ungewöhnlich am eigenen Leben ist, wenn man sich mit den Augen des Fremden sieht. Bei ihm besteht nicht die Gefahr, dass er den Splitter im fremden Auge sieht und nicht den Balken im eigenen Auge, denn das Sichtbarmachen des Besonderen in der fremden Existenz hilft ihm und dann auch uns, uns als Einzelwesen und als Teil dieser Welt zu begreifen.

DR. HARRY ZIETHEN, Oschersleben, zu: „Ortungen I – III“

 

Die konstruktive Haltung, den „Plot“ ihrer Erzählung und den Kunstgriff, an schon bekannte historische Fakten anzuknüpfen, finde ich sehr gut und richtungweisend… Sie haben Pionierarbeit geleistet.

DR. MONIKA FIRLA, Stuttgart, Brief vom 27.4.2013, .zu: „Anna und Amo“

 

Heute wird der Autor Jürgen Jankofsky sechzig Jahre alt. Auf über vierzig Werke, angefangen vom Jugendbuch "Ein Montag im Oktober" im Jahr 1985, über Theaterstücke, Kinderbücher, Kunstbücher, Hör-CD's, Gedichte und Miniaturen, Geschichten um die Geschichte seiner Heimatstadt Merseburg wie in seinem jüngst erschienenen Buch "Merseburg - 1200 Jahre in 62 Porträts und Geschichten" kann er zurückblicken sowie auf zahlreiche Veröffentlichungen in Österreich, der Schweiz, Bulgarien, Bosnien, Armenien, Kanada und Tunesien, um nur einige zu nennen. Bei weiteren fünfzig Veröffentlichungen wirkte er als Herausgeber.

Im Mikrokosmos eines Augenblicks oder einer Dorfstraße fängt er die Welt ein und bringt sie auf den Punkt. Er sucht Phantasien und hat den Blick fürs Skurrile, sieht im Marktbrunnen den gerissenen Globus. In seiner "Reise um die Erde in 226 Tagen", schließt sich der Kreis vom Autor zum Brückenbauer über Ländergrenzen. Für sein literarisches Schaffen wurde er 1996 mit dem Walter-Bauer-Preis geehrt.

Verdienste hat Jürgen Jankofsky ebenso als stellvertretender Bundesvorsitzender des Friedrich-Bödecker-Kreises und Geschäftsführer des Friedrich-Bödecker-Kreises Sachsen-Anhalt, als Mitglied des Kulturkonvents und des Literaturrates. Ihm sind wesentliche Impulse zum internationalen Austausch mit Autoren aus den Partnerregionen Sachsen-Anhalts: Frankreich, Polen, Bulgarien und Armenien zu verdanken. Mit persönlichem Engagement organisiert er jährlich die "Interlese", zu der er namhafte Autoren aus den genannten Ländern einlädt und Schriftsteller aus Sachsen Anhalt dorthin delegiert. Die gemeinsamen Anthologien mit dem Schriftstellerverband Armeniens legen dafür ein lebendiges Zeugnis ab. Im politischen Lobbying setzt er sich für den Erhalt der Literatur- und Kulturförderung ein, wohl wissend, dass nicht noch mehr verloren gehen darf, ohne nachhaltig das kulturelle Niveau in unserem Bundesland zu gefährden. Um dieses zu fördern und vor allem Kindern die Welt des Buches zu öffnen, organisiert und begleitet er die Schulschreiberprojekte, die zwischen Altmark und Goitzschesee blühen. Die Schüler, die unter der Anleitung von Autoren erste eigene Texte schreiben, ein Gefühl für Sprache entwickeln und in das Geheimnis eindringen, wie man aus Worten Schmetterlinge macht, profitieren ein Leben lang davon und werden die Ideen weiter tragen. Manche von ihnen finden sich dann auch in den Schreibwerkstätten wieder, die der Friedrich-Bödecker-Kreis unter seinen Fittichen hat, denn Jürgen Jankofsky liegt die Nachwuchsförderung sehr am Herzen.

Der Verband deutscher Schriftsteller im Land Sachsen-Anhalt wünscht Jürgen Jankofsky noch viele aktive Jahre als Autor, Netzwerker und Kulturbotschafter und natürlich noch viele Bücher.

RENATE SATTLER, Magdeburg, Presse-Mitteilung vom 19.6.2013

 

Jürgen Jankofsky setzt dem Vergessen ein gewichtiges Buch entgegen, ein ungewöhnliches Stadtporträt. Nicht – wie die Mehrzahl jener touristischen Publikationen – ein weiteres Mal zusammengeklaubt aus anderen, aus z.T. ungeprüft unreflektierten Daten und Geschichten. Er stellt Menschen in den Mittelpunkt, die Merseburg geprägt haben oder dort geprägt wurden, dort wirkten, oder auch nur mal durchlaufen sind. Das ergibt ein plastisches Bild der Stadt über mehr als ein Jahrtausend, lebensvoll, gut erzählt.

OTTO WERNER FÖRSTER, Leipzigs Neue 9’13 vom 7.9.2013

 

Gerade in Zeiten von Globalisierung, Mobilität und allgemeiner Beschleunigung, die einherzugehen drohen mit einem uns Menschen entwurzelnden Idenditäts-, Heimat- und Geschichtsverlust, muss man sich jener Schätze entsinnen, die sozusagen direkt vor der Haustür liegen und nur darauf warten, wieder ins allgemeine Bewusstsein – insbesondere der jungen Generation – gehoben zu werden. Das ist Jankofskys Credo seit langem, und insbesondere mit Blick auf die „Merseburger Zaubersprüche“ als bedeutendstem literarischen Zeugnis heidnischer Spruchdichtung lässt sein Bemühen auch nicht nach.

PROF DR: PAUL DETLEV BARTSCH, Halle, in „Lese-Futter 2014“ zu „Gemeinsame Wurzeln – Spurensuche vom Augsburger Lechfeld zu den Merseburger Zaubersprüchen“

 

Das Besondere an Jankofskys nicht nachlassender Neugier ist jedoch, dass sie keineswegs vordergründig auf die exotische Ferne, auf das Ungewöhnliche, auf den Seltenheitswert ausgerichtet ist. Vielmehr zeigt sich Jankofsky… als zutiefst verwurzelt in der Geschichte, der Kultur und der Geografie seiner unmittelbaren Heimat. Nicht zuletzt war der Stadtschreiber schon zu Beginn der 1990er Jahre bemüht, seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern durch literarische Ausgrabungen deutlich zu machen, in welch historisch ergiebiger Region sei leben (was mancher wohl eingdenk der stinkenden, grauen, industriell geprägten DDR-Jahre aus dem Blick verloren hatte). Nun liegen gleich zwei neue Bücher von Jankofsky vor, die dieses Bemühen in neuer Qulaität fortsetzen: „Merseburg – 1200 Jahre in 62 Porträts & Geschichten“ sowie „Eine Reise durch den Saalekreis, 134 Orte – von Angersdorf bis Zweimen“… Beide Bücher sind Ausdruck des besonderen Talents des Autors: Jankofsky versteht es, in klarer und schöner, doch keineswegs gekünstelter Sprache pointiert und anekdotisch zu erzählen und so in wenigen Zeilen Wesentliches auszudrücken.

PROF DR: PAUL DETLEV BARTSCH, Halle, in „Lese-Futter 2014“

 

Lieber Janko, ich habe auch ein sehr schönes Buch bekommen, wo ich doch an Merseburg heimlicherweise sehr hänge (wenn ich auch nur selten da war, aber das war immer bemerkenswert) und wo ich ja am liebsten Bücher lese, in denen es um wirklich Geschehenes geht. Vielen Dank!

DANIELA DANZ, Kranichfeld, Mail v. 22.3.2014 zu „Merseburg – 1200 Jahre…“

 

Die Idee, die Geschichte Merseburgs anhand historischer Persönlichkeiten darzulegen, ist nachgerade genial. In einige Lebensläufe habe ich mich schon vertieft. Das Dargebotene ist sehr informativ und vor allem in der Diktion höchst angenehm zu lesen. Gratulation zu diesem Werk. Eigentlich unerlässlich für Jeden, der sich mit der hiesigen Landeskunde beschäftigt.
DR. ARNOLD MUHL, Halle, Mail v. 4.7.2014 zu “Merseburg – 1200 Jahre…”

 

Lieber Janko, eben las ich dein neues Buch im Zug in einem Zug weg und finde es wirklich gelungen. Nochmals vielen Dank dafür! Ich werde es auch meiner Tochter vorlesen (2 Jahre alt)…

THOMAS RACKWITZ, Blankenburg, Mail vom 30.9.2014 zu „Anna & Sovanni“

 

Lieber Jürgen, danke für Dein schönes Buch „Reise um die Erde in 226 Texten“. Da es 2011 erschienen ist, werde ich es wohl nicht mehr besprechen können aber gerne lesen.

DR. WOLFGANG BITTNER, Göttingen, Mail vom 2.10.2014

 

Sehr schön! das Kinderbuch deckt sich ja unglaublich "echt" mit unseren Erlebnissen und Erfahrungen im Schüleraustausch im September 2014. Für armenische Kinder, die Deutsch lernen, wäre es ja eine wichtige Lektüre (in Armenien, in Deutschland). Für deutsche Kinder (die wohl nur sehr, sehr selten einen direkten Bezug zum Land haben) ist es auch interessant, besonders die subtile Einführung in das Genozid-Thema.

Danke, dass ich die Werke kennenlernen durfte!

JÖRG PIONTEK, Halle, Mail vom 24.10.2014 zu „Anna & Armen“

 

What a beautiful and familiar book it is! I love it very much. Both of the children, Anna and Sovanni, are so cute, and all of the illustrarions are so warm and colorful. It is full of fun.  I do respect you for this fantastic work.

MARI KASHIWAGI, Tokio, Mail vom 14.11.2014 zu “Anna & Sovanni”

 

In dem Buch beschreibt der Leunaer Schriftsteller seine Reisen in den Jahren 2010 bis 2014, die ihn unter anderem nach Andorra, Bahamas, Berg-Karabach, Sri Lanka, Uruguay und Mazedonien führten. Es sind keine Reiseberichte im üblichen Sinne, die Auskunft darüber geben, wo man gut essen, schlafen oder schwimmen kann. Reisen ist für Jankofsky vieles – Ortswechsel, Begegnungen suchen, Menschen treffen und Geschichten hören. In seinen für ihn typischen Texten setzt der Leunaer seine Beobachtungen, die Gedanken anderer Autoren und unsere Lebenswirklichkeit zu einander in Beziehung. Dabei kommt eine Mischung heraus, die zum Nachdenken und nicht zuletzt zum Schmunzeln einlädt.

DR. ULJANA WUTTIG-VOGLER, Mitteldeutsche Zeitung vom 23.12.2014 zu „Ortungen 4“

 

Um es gleich vorweg zu nehmen, es ist die attraktivste, ausführlichste und facettenreichste Publikation, die je über die Spergauer Lichtmeß erschienen ist. Sie lässt keine Wünsche offen, Auf mehr als 150 Seiten wird Text und Fotos (in Schwarz-Weiß und Farbe) über das Volksfest, das seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar ist, berichtet. Dabei wird schnell klar, warum der Brauch so besonders, so bemerkenswert und so erhaltenswürdig ist.

DR. ULJANA WUTTIG-VOGLER, Mitteldeutsche Zeitung vom 3.2.2015 zu „Spergauer Lichtmeß“

 

Die römische IV im Titel verweist darauf, dass Jankofsky (geb. 1953) nicht erst am Übergang ins siebente Lebensjahrzehnt zum Globetrotter geworden ist… und natürlich bleibt sich der Autor auch im vierten Band treu: wer touristische Reiseberschreibungen erwartet, ist hier (weitgehend) fehl am Platze. Zwischen Tagebuchnotiz, analogem Blog und literarischem Essay changiert der mäandernde Textfluss, um ma kaskadenhaft über die Tage hinwegzuspringen, mal aufgestaut zu werden zu einem verbreiterten, vertieften Eintauchen in die subjektiv gebrochene Wirklichkeit.

PROF. DR. PAUL DETLEV BARTSCH in „Lesefutter 2015“

 

Ganz wunderbar war Ihr Bericht. Ich habe ihn heute erst und in Ruhe gelesen, mit großem Vergnügen, weil er so ehrlich war. Da ist der junge Mensch, der es satt hat mit dem Früher, der dann aber doch so ganz unverbindlich... Es ist, als wenn die Wurzeln rufen oder das Licht… Sehr schön, wie die Veranstaltung im Mittelteil sich selbst unterhält, so stelle ich mir richtige Ostpreußentreffen vor, nicht diese organisierten, aus welchen Gründen auch immer. Und Ihr Schluß ist auch mein Schluß, bald hört es auf mit den Ostpreußen und Schlesiern, was machen die Veranstalter dann?

CHRISTEL TRAUSCH, Wegeleben, Mail vom 29.3.2015 zu „Ortungen 2 – Schlesien“

 

Ich bin sehr beeindruckt von dem Buch "Eine Handvoll Asche", dass ich sofort auf unserer Website angekündigt habe!

EKKE MAAß, Berlin, Mail vom 13.5.2015 zu „Eine Handvoll Asche – Texte armenischer Autoren, Opfer des Genozids 1915“

 

dein buch las ich, seltsame zeit, verrückt, wie das alles war und wurde und ist, las es interessiert und war mit da durch die worte und all dem dahinter.

JULIANE BLECH, Halle, Mail vom 16.11.2015 zu „Graureiherzeit“

 

Die in dem Lesebuch vereinten Stimmen der Kinder und Jugendlichen – in Gedichten, Essays, Geschichten oder Berichten – regen zu weitergehenden Diskussionen zwischen den Kulturen an…

FRANK KIRCHNER, LISA Halle in „Genozid als Thema schulischen Unterrichts“ zu „Verleugnet – Vergessen?“

 

Die Herausgeber setzen zehn in Vergessenheit geratenen armenischen Autoren mit der Textsammlung ein „Denkmal“ und wollen wie die o.g. Schülertexte zum Nachdenken und Dialog über das Thema Genozid anregen.

FRANK KIRCHNER, LISA Halle in „Genozid als Thema schulischen Unterrichts“ zu „Eine Handvoll Asche“, 2016

 

Ich möchte mich gerne für die schönen Bücher und die tolle Arbeit, die du machst herzlich bedanken. Ich meine, sie sind sehr schön geworden und ich habe gerade noch einige bestellt, um sie auch Bekannten schenken zu können. Meine Tante in Wien, die ja Walter Bauer noch gekannt hat, hat sich ganz besonders über die Bücher gefreut und sie mit Begeisterung gelesen.

FLORIAN MOCHAR, Bleiburg/Österreich (Mail vom 27.01.2016) zu „Graureiherzeiten“ und „Stimme aus dem Leunawerk“

 

Mit Graureiherzeiten ist Dir ein großer Wurf gelungen, Ich habe jetzt endlich Zeit gefunden, Dein Buch from cover to cover zu lesen und ich bin davon außerordentlich beeindruckt. Mit großem Geschick ist es Dir gelungen, verschiedene Themen derart eng und kunstvoll miteinander zu verweben, dass daraus ein einzigartiges literarisches Werk entstanden ist - eine Art docufiction.

Da ist zunächst die Geschichte der Stadt Leuna und der Ölprodukte-Industrie, der sie ihre Entstehung und Entwicklung verdankt. Du beginnst sie im Jahre 1915 als militärisch-strategische Erwägungen zum Bau der BASF Ammoniakfabrik führen uzw. ausgerechnet in einer harmonischen Wald- und Wiesenlandschaft, deren Bodenbeschaffenheit eine fruchtbare Landwirtschaft unterhalten. Mit periodisch sich wiederholenden zeitgeschichtlichen Rückblenden zeigst Du Schritt für Schritt, wie eine gesunde Naturwelt durch chemische Giftstoffe verpestet und zerstört wird. Leuna wird dabei zum Symbol für die Vergiftung unseres Planeten.

Als ob das nicht schon literarische Leistung genug wäre, bringst Du diesen Niedergang auch durch autobiografische Elemente und durch politische Ereignisses zum Ausdruck. Wir bekommen einen Blick hinter die Kulissen der DDR, deren Kommunismus nicht dem Arbeiter diente sondern ihn versklavte und seine Welt zerstörte. Diese Entwicklung wurde dann mit dem Fall der Mauer kurz unterbrochen, aber nicht um den Krankheitsherd zu beseitigen, sondern um die Umweltzerstörung mit kapitalistischem Vorzeichen profitabel fortzusetzen.

Das alles servierst Du Deinen Lesern, wie der Untertitel ankündigt, als "Hommage à Walter Bauer". Ich finde es wunderbar, wie Walter dabei zu einer Art Reiseführer wird, der immer wieder an kritischen Punkten auftaucht, um sozusagen nach dem Rechten zu sehen. Er wird zum Gegenspieler der Leunawerke, eine Rolle, die er mit seiner Stimme aus dem Leunawerk

als Sprecher für die ausgebeuteten Arbeiter ganz zu Anfang seiner Karriere übernahm. Und so entfaltest Du auch das Leben eines Schriftstellers, der Dir zum role model wurde, verfolgst es in Krisenzeiten über ein ganzes Jahrhundert, uzw. sowohl in biografischen Fakten als auch in der Vorstellungswelt eines Dichters. Toll.

Prof. HENRY BEISSEL, Ottawa/Kanada (Mail vom 3.3.2016)

 

Haben Sie herzlichen Dank für Ihr Buch, das vor einigen Tagen hier eintraf - ein faszinierendes Kaleidoskop! Die gigantischen Schlote bei Bitterfeld/Leuna mit ihrem verschiedenfarbigen Qualm stehen mir noch heute vor Augen (Blick aus dem Fenster vom "Interzonenzug"). Die Gerüche drangen durch alle Ritzen.

Prof. Dr. AXEL VIEREGG, Palmerston North/ Neuseeland (Mail vom 8.3.2016)

 

Wie lebendig Brauchtum in Zeiten der Globalisierung sein kann, das zu vermitteln, ist dem in Leuna lebenden Schriftsteller Jürgen Jankofsky und dem Fotografen Ulrich Kneise aus Eisenach, mit diesem Buch eindrücklich gelungen. Eine Traditionspflege wie sie in Spergau gelebt wir, zeugt von einem Heimatgefühl ohne tümende Klischees.

SABINE GRÄTZ in: „Lesefutter 2016“, LISA Halle, zu „Spergauer Lichtmeß“

 

Die Herausgeber setzen zehn in Vergessenheit geratenen armenischen Autoren mit dieser Textsammlung ein „Denkmal“ und wollen wie die Schülertexta aus „Verkeugnet – Vergessen?“ ebenso zum Nachdenken und Dialog übervdas Thema Genozid anregen.

FRANK KIRCHNER, in: „Lesefutter 2016“, LISA Halle, zu: Eine Handvoll Asche“

 

Deine Bücher bleiben! Du hast mir, uns, eine richtige Freude gemacht!

KLAUS F. MESSERSCHMIDT, Halle (Mail vom 16.6.2016) zu: „Graureiherzeiten“

 

Die Paten der jungen Autoren, Carmen Blazejewski und Jürgen Jankofsky, haben deren individuellen Stil belassen, was für den Leser reizvoll ist. Alle Texte verdeutlichen, wie stark und gleichsam verletzlich Kinderseelen sind.

HELGA KLEIN in „Literatur-Kalender“ des Klatschmohn Verlages, August 2016 zu: „Autorenpatenschaften Nr.12“

 

In der Graureiherzeit ist ja das meiste schon von Dir erzählt worden. Und nun die Geschichte (einiges hast Du rausgenommen) mit der Fortsetzung, dem global Blick und die Entwicklung bis heute fortgeschrieben. Ungeschönt, das stimmt. Aber nur solche Literatur hat Wert.

Das Buch ist preisverdächtig, finde ich, beachtet wurde es ja von den Medien, aber die Zeit tickt heute anders. Leider.

Kapitel „Schicht“, unaufgeregt und protokollartig aufgezeichnet ist atmosphärisch stimmig und sparsam und doch informativ. Insgesamt hast Du den Weitblick und den Blick fürs Detail. Souverän erzählt. Das heißt, da ist einer, der sich genau auskennt und zu Hause ist auf allen Ebenen, der weiß, was gespielt wird. Neben der Gesamtentwicklung sind die menschlichen Geschichten stark. Das tut mir gut. Ich empfehle die Graureiherzeiten gern, nicht zuletzt, weil ich den Walter Bauer mag und du ihn uns zurückgebracht hast.

Meine Fragen zum Chemiestandort, die mich schon damals bewegten, sind in Deinem Buch gut aufgehoben.

Das wollte ich Dir wenigstens mal geschrieben haben. Über den Witz des Erzählers, der Ernsthaftigkeit, den Ideen habe ich mich gefreut. Ich danke Dir für das Buch.

DOROTHEA ISER, Burg, Mail vom 14.9.2016 zu „Graureiherzeiten“

 

Dankeschön! Habe bis heute deine "Graureiherzeiten" gelesen. Konnte das Buch nicht wieder aus der Hand legen. Glückwunsch! Ich bin ja bei uns im Ort auch Chronistin und weiß, wie viel Arbeit da dran hängt und eine ganze Menge Herz. Eine tolle Chronik und ein Muss für jeden von uns.

HEIDRUN KLIGGE, Dessau, Mail vom 28.3.2017

 

Herzlichen Glückwunsch zu „Anna Hood“ – eine schöne Idee, ein mehr als wichtiger Gedanke!

USCHI FLACKE, Gießen, Mail vom 14.4.2017

 

In dem Buch geht es in Anlehnung an Robin Hood um ein Mädchen namens Anna. Sie möchte gemeinsam mit ihrem Freund Robin, schockiert vom Leid der Flüchtlinge, helfen und etwas verändern. Im Laufe der Geschichte fängt Anna an, sich in Grün zu kleiden und gründet die „Anna.Hood-Gang“. Das Buch beinhaltet eine Kurzgeschichte, Das Besondere daran: Die Geschichte wird in 19 Sprachen erzählt.

MELAIN VAN ALST, Mitteldeutsche Zeitung vom 16.6.2017 zu „Anna Hood“

 

Vielen Dank für das Buch! Wirklich eine schöne und herzerfreuende Ausgabe! Noch Mal herzliche Gratulation dazu! Darüber hinaus möchte ich Dir einen guten Künstler wünschen, der auf Grund deines Szenariums eine Animation machen würde. Das Thema wird noch Lange seine Aktualität nicht verlieren. Deine Antwort scheint mir die einzige ehrliche Lösung dieses Problems zu sein für den Fall, dass die Mächtigen dieser Welt es wirklich lösen wollen.

DATO BARBAKADSE, Tbilissi, Mail vom 29.6.2017 zu „Anna Hood“

 

Danke Dir für Deine warmen Zeilen und auch für deinen sehr charmanten Text, der mich ja an die Schwimmer-Achte von Kafka erinnert, aus der ich im Buch zitiert habe.

ILIJA TROJANOW, Stuttgart, Mail vom 12.7.2017 zu „Die Chaos-Olympiade“

 

Deine „Anna Hood“ ist ein Lichtblick! Gratulation auch für die – wie ich’s überblicke – bemerkenswert guten russ/engl/franz. Übertragungen.

PETER GOSSE, Leipzig, Karte vom 18. 7.2017

 

„Anna Hood – ein Szenario für Kinder in Sprachen unserer Welt“, so der vollständige Name des Werkes. Ist ein außergewöhnliches Buch des bekannten Autors, das der Mitteldeutsche Verlag verlegt. Außergewöhnlich in mehrerer Hinsicht, denn von den 235 Seiten sind ganze zehn in deutscher Sprache. Der Rest in 18 Sprachen übersetzt. Das Mädchen Anna sieht Fernsehbilder vom Flüchtlingsdrama am Mittelmeer und beschließt, etwas dagegen zu tun. Letztlich wird der Kampf gegen Ungerechtigkeit und Armut zur weltweiten Bewegung.

CHRISTIAN WOHLT in: Altmark-Zeiting vom 27.7.2017

 

Nun ist es natürlich nichts Besonderes, wenn Bücher übersetzt werden oder wenn sie zweisprachig sind. Aber 19 Sprachen in einer Ausgabe, das wirkt weltumfassend. Und das ist auch der Anspruch der kleinen Geschichte von Anna und Robin, die hier erzahlt wird. Es ist ein "Empört Euch" (Stéphane Hessel) für Kinder. Das Mädchen "Anna", das in mehreren Kinderbüchern Jankofskys Protagonistin ist, sieht Fernsehbilder vom Flüchtlingsdrama am Mittelmeer und beschließt etwas dagegen zu tun. Sie ruft Freunde und Verwandte zum Spenden auf und merkt, dass noch mehr getan werden muss. Mit Hilfe des Internets und in Analogie zur Robin-Hood-Legende wird der Kampf gegen Ungerechtigkeit und Armut zur weltweiten Bewegung.

AXEL SCHNEIDER, auf Facebook 28.7.2017

 

„Anna Hood“ ist zwar nur eine kurze Geschichte, aber sie zeigt, dass man nicht alles akzeptieren muss, was in unserer Welt falsch läuft. Das Verrückte: der Text ist auch noch in 18 andere Sprachen übersetzt. Spannend!

In: Märkische Oder-Zeitung, 3.8.2017

 

Eine kleine, sehr schöne Geschichte erzählt Jürgen Jankofsky in seinem neuen Kinderbuch, aber die schönste Idee besteht darin, dass diese Geschichte nicht einmal erzählt wird, sondern neunzehn Mal, nämlich in allen möglichen Sprachen dieser Welt. Wie Annas Bande aus Kinder rund um den Erdball besteht, so wird ihre Geschichte in vielen Sprachen erzählt: Arabisch, armenisch, chinesisch, türkisch und in Französisch und Englisch sowieso.

Es ist ein Buch, das an allen Multikulti-Orten zum Einsatz kommen müsste, auch in Schulklassen mit Schülern unterschiedlichster Herkunft. Die deutsche Fassung könnte als Ausgangspunkt dienen und dann könnten syrische, türkische oder andere Kinder ihre Geschichte, die doch dieselbe ist, dazu erzählen. Die Geschichte von Anna und Robin und von allen Kindern in der Welt, die sie gerechter und damit lebenswerter machen wollen.

HEINRICH PEUCKMANN, www.dasprojektunna.de und www.revierpassagen.de 8.8.2017

 

Jürgen Jankofsky ist Schriftsteller und eine begeisterter Reisender. Seine Erlebnisse rund um den Erdball verarbeitete er oft literarisch wie beispielsweise in seinem Buch „Reise um die Erde in 226 Texten“, seinen Miniaturen für Erwachsene. Immer wieder hat er Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturkreisen aber auch in seinen Kinderbüchern aufgegriffen. Vor zehn Jahren erschien sein erstes zweisprachiges Kinderbuch… Jetzt nun ein Buch in 19 Sprachen. „Anna Hood“ heißt es und erzählt deutsch auf elf Seiten von Anna und Robin, die entsetzt sind vom Leid der Flüchtlinge und ihnen helfen wollen. Jankofsky bedient sich dafür der Geschichte von Robin Hood, der einst mutig und klug den Reichen das Geld abgeknöpft hatte, um es den Armen zu geben… Anna und Robin sind in die meistgesprochenen Sprachen wie Englisch und Französisch, Arabisch und Spanisch übersetzt, man kann sie aber auch auf Türkisch und Georgisch, Hindi und Hebräisch, Polnisch oder Tigrinya lesen…

GRIT WARNAT, in: „Volksstimme“ 9.8.2017

 

Die Idee zur Umsetzung des Themas in diesem Buch finde ich wunderbar. Ich wünsche Ihnen, dass das Buch ganz, ganz viele kleine und große Leser findet.

ELKE BENNE, Merseburg, Mail vom 9.8.2017

 

Mit 19 Sprachen hast Du den Anfang gemacht. Nun aber hurtig weiter! Wann kommen Inuit und Sioux an die Reihe? Es werden heute 7102 Sprachen auf unserem Planeten gesprochen. Bon voyage!

Prof. Dr. HENRY BEISSEL, Ottawa, Mail vom 10.8.2017 zu „Anna Hood“

 

Jürgen Jankofsky bezeichnet seinen Neuling explizit nicht als Geschichte. Es ist ein „Szenario“, also eine Situation, die konstruiert und zweifellos fiktional, nicht aber das andere zur Realität ist. Vielmehr ist es ein Möglichkeitsraum, der Handlungsoptionen eröffnet. Rasant wird die Handlung entwickelt, durch 12 kurze Kapitel und eine Sprache, die gleichsam einfühlsam ist – manchmal an der Grenze zur erlebten Rede – und manchmal staccatoartig verdichtet, elliptisch verknappt und hochfrequent beschleunigt. Eingewoben in ein flächenhaftes Geschehen wird auf reale Ereignisse und Entwicklungen angespielt: gesellschaftskritisch das Unverständnis der Erwachsenen für den Plan der Kinder, aus Kinderperspektive der groteske Arbeitskampf der sogenannten Werktätigen, dann aber auch aktuelle politische Themen wie das bedingungslose Grundeinkommen und die Reichensteuer.

Prof. Dr. MICHAEL RITTER, Halle, Mail vom 14.8.2017 zu „Anna Hood“

 

Vor mir liegt Graureiherzeiten. Ich lese Abschnitt für Abschnitt, springe auch mal. Ich liebe diese Darstellung der sozialen Realität, toll, dass Du das bei mdv machen konntest. Ich sage das deshalb, weil es hier im Ruhrgebiet, ausgerechnet hier, so eine gut gestaltete und wichtige Literatur schwer hat.

HEINRICH PEUCKMANN, Mail vom 16.8.2017

 

Anna und Robin sind entsetzt vom Leid, welches Flüchtlinge erleben müssen. Dabei kommt ihnen die Idee, es zu machen wie der weltberühmte Robin Hood, der den Reichen Geld abknöpft, um es den Armen zu geben.

MARTIN ANSELM, in: „Volksstimme“ vom 17.8.2017 zu „Anna Hood“

 

Herzlichen Glückwunsch zur vielsprachig beredten Anna! Wir freuen uns mit dir und wünschen deiner grünen Protagonistin den wohlverdienten Erfolg in möglichst vieler Herren (und Damen) Länder.

Prof. Dr. ANGELIKA AREND, Sydney B.C., Mail vom 21.8.2017

 

Jürgen Jankofskys „Graureiherzeiten“ sind eine authentische zeitgenössische „Hommage à Walter Bauer“. Sein Tagebuch der Depression, der bleiernen Zeit, setzt im Januar 1987 ein. Der Autor arbeitet in dieser Zeit als Techniker im Leunawerk und erfährt persönlich den Niedergang und die Hoffnungslosigkeit einer ganzen Region, die buchstäblich an den Ausdünstungen industrieller Produktion erstickt. Die Kneipenbesuche drehen sich ums Geldverdienen, um das kleine Glück beim Wochenendtanz, alles nichts Großes. Aber dieser Leunawerker sieht genau hin, er liest die Verlautbarungen der Werkszeitungen über 100 Jahre hinweg, die immer von Erfolgen berichten: 1916, 1939, 1989, auch und nicht minder verlogen 2013... Halt und Bodenhaftung findet Jürgen Jankofsky in den jahrhundertealten Volkstraditionen wie der Spergauer Lichtmeß. Da gelingen ihm sehr stimmige Kalenderblätter. Sein Fixpunkt aber wird Walter Bauer; ihm verschreibt er sich (im Wortsinn!) schon zu DDR-Zeiten. Auf Bauers Grabstein in Toronto steht: „Der Weg zählt, nicht die Herberge.“

KLAUS PANKOW, Halle, in: „Signum“ Winter 2017, Dresden

 

In den kidtips haben wir ja schon das eine oder andere eher ungewöhnliche Kinder- und Jugendbuch vorgestellt, aber dies ist wohl bisher das ungewöhnlichste Buchprojekt. Jürgen Jankofsky hat seine kurze Geschichte zum Thema Flüchtlingskrise in 19 Sprachen übersetzen lassen und alle Sprachen in ein Buch gepackt. Sie zeigt, wie einfallsreich und begeistert Kinder sein können, wenn es ihnen um Herzensangelegenheiten geht.

Infoline.lima-city.de, vom 13. Juli 2017

 

Anna Hoods Geschichte, bestehend aus zwölf kleinen Kapiteln, beginnt auf Seite 7 und endet auf Seite 17 mit der Aufforderung: „Fangt an!“ Auf wenigen Seiten wird so viel gesagt. Das ist eindringlicher als manche lange Abhandlung. Und dann folgt das Besondere: Außer in deutscher Sprache sind Anna Hoods moderne Abenteuer auch noch in weiteren 18 Sprachen zu lesen.

CHRISTINE BOSE, „Jim, das Magazin“ September 2017

 

Lieber Janko, hab gerade Deine sehr schöne Amo-Geschichte gelesen. Vielen Dank dafür.

Prof. CARLOS COLLADO SEIDEL, München, Mail vom 29. Oktober 2017

 

Lieber Janko,

ich habe gerade jetzt erst Dein Buch Anna Hood genauer betrachtet, d.h. tatsächlich g e l e s e n. Und da will ich Dir sagen, dass es mir ganz besonders gefällt. Und zwar wie es geschrieben ist! Das ist ja immer schwierig, den richtigen Ton zu treffen, gerade wenn es um Kinder geht. Ganz ganz wunderbar! Am besten gefällt mir die Passage mit „Zack“. Und dann natürlich die vielen Sprachen und Schriften die man sich hier ansehen kann! Was für ein schönes Projekt! Was für eine tolle Idee!

Dank Dir noch mal sehr und sei feiertäglich gegrüßt

FRANZISKA SPERR, Berg, Mail vom 1.11.2017

 

An Anna. Du willst eine Gang aufbauen - das schaffst du vielleicht. Ich wünsche dir viel Glück mit deiner Gang. Das ist eine gute Idee von dir, Anna. Ich bin dabei. Dein Matti

MATTI PLAMBECK, Klasse 2 , Magdeburg, Mail vom 2.11.2017

 

Vielen Dank für Deine Anna Hood! Perfekt! Die Idee ist sehr interessant. Sicher können Kinder die Welt verändern!

HERMINE NAVASARDYAN, Jerewan, Mail vom 4.11.2017

 

Zuletzt hat Jankofsky das Kinderbuch „Anna Hood“ herausgegeben. Es ist die Geschichte von Anna, die im Fernsehen sieht, wie ein Flüchtling ein totes Kind aus dem Meer trägt, und die die Ungerechtigkeit dieser Welt nicht länger hinnehmen will. Sie startet einen Aufruf im Internet, der sich an alle Kinder richtet, die wollen, das keiner mehr hungert und fliehen muss. Die Anna-Hood-Gang mit Kindern aus der ganzen Welt wächst schnell. Sie wollen durchsetzen, dass Kinder, die ohne Frühstück zur Schule müssen, von Reichen zum Mittagessen eingeladen werden, dass jeder Mensch Geld dafür bekommt, Mensch zu sein. Wenn das so wäre, müsste ja niemand mehr hungern. Das Buch bündelt die Geschichte in 19 Sprachen.

ULI KREIKEBAUM, Kölner Stadt-Anzeiger vom 28.12.2017

 

Anna Hood is an excellent piece of writing indeed! I will check my working schedule for the coming months to find out whether I can find the time to translate.

JARKKO TONTTI, Helsinki, Mail vom 26.2.2018

 

Hallo Janko, spät, aber hoffentlich nicht zu spät, habe ich Deine 1200 Jahre Merseburg gelesen. Ich bin beeindruckt und beschämt. Beeindruckt wegen der Arbeit, die im Buch steckt (das durchaus einen "repräsentativeren" Umschlag verdient hätte...). Beschämt bin ich wegen meiner bisherigen Ignoranz der Stadt und dem gesamten Landstrich gegenüber. Habe ich die Gegend doch bisher mehr wie Joseph Roth gesehen. Zu DDR Zeiten waren halt Industrie, Gift, Staub, Dreck die bestimmenden Eindrücke. Und die wirkten zu lange nach. Leider. Dadurch war ich nie auf die Idee gekommen, mir mal die überaus  reiche Vergangenheit näher anzusehen. Für das Öffnen der Augen danke ich Dir.

MANFRED HELMECKE, Genthin, Mail v. 11.3.2018 zu: „Merseburg – 1200 Jahre…“

 

Ich möchte dir noch einmal ganz, ganz herzlich danken für deine wunderbare Lesung heute Morgen! Und nun am Abend darf ich es ja auch ohne jeden Zweifel entscheiden: Es bleibt der absolute Höhepunkt dieses Buchmessetages, der mir an Tiefgang, Weisheit, Liebe zu den Menschen und der Literatur weit weniger beschert hat als du es mit deiner Anna Hood, Robin und den vielen anderen Kindern vermocht hast! Und wie begeistert sie dir zugehört haben. Und wie du sie begeistert hast!
Mit Herzblut, Freude, aber auch einer Wehmut, die zu Herzen geht: Hab also vielen, vielen Dank. Ich fühle mich sehr bereichert durch deine Arbeit und deine Worte, die du so wunderbar verdichtet und in alle Welt verbreitet hast und freue mich jetzt schon, wenn ich dein Buch weiterverschenken kann (freilich nicht ohne selbst zuvor ausgiebig darin herumgestöbert zu haben).
DAGMAR PETRICK, Halle, Mail vom 16.3.2018 zu „Anna Hood“

 

So wie Anna Rückmeldung von Kindern verschiedenster Nationen bekommen hat, so fand auch Jankofsky Freunde und Mitstreiter für soziale Ziele auf der ganzen Welt. Mittlerweile gibt es 31 Übersetzungen, die auf der Website www.anna-hood.de abrufbar sind. Dort findet man auch Anregungen und Aktionen von Schülern und Schülerinnen, die bereits der „Anna-Hood-Gang“ beigetreten sind. Eine Schülerin schlug am Ende vor, ein Hörbuch aufzunehmen, damit man den Klang anderer Sprachen hören und die Schreibweise von Wörtern vergleichen könne. Aus der Idee „Anna Hood“ ist ein wunderbares Projekt entstanden, das stetig ausgebaut wird und gern Anregungen annimmt.

LEONIE SCHWENKER, www.leipziglauscht.de, 20.3.2018

 

Jankofsky bezeichnet seinen Neuling explizit nicht als Geschichte. Es ist ein „Szenario“, also eine Situation, die konstruiert und zweifellos fiktional, nicht ab er das andere zur Realität ist. Vielmehr ist es ein Möglichkeitsraum. Der Handlungsoptionen eröffnet. Rasant wird die Handlung entwickelt, durch 12 kurze Kapitel und eine Sprache, die gleichsam einfühlsam ist – manchmal an der Grenze zur erlebten Rede – und manchmal staccatoartig verdichtet, elliptisch verknappt und hochfrequent beschleunigt. Eingewoben in ein flächenhaftes Geschehen wird auf reale Ereignisse und Entwicklungen angespielt… So entsteht hier ein interessantes und interkulturell herausforderndes Lehrstück über die Solidarität und die Kraft der Idee, die ihren Anfang nimmt.

Prof. Dr. MICHAEL RITTER, in „Lesefutter 2018“

 

Nun darf und wird aber niemand erwarten, nach 20 großformatigen, wiederum von Heike Lichtenberg hübsch illustrierten Seiten, das Leben in Japan wirklich zu kennen. Vieles kann lediglich angerissen werden, was der weiteren Erklärung bedarf… Dadurch aber wird „Anna und Akira“ – wie die Vorgänger auch – zu einem kommunikativen Beschäftigungsbuch, das mit Grundschulkindern zweifellos gwinnbringend behandelt werden kann. Und selbst die „gewendete Fassung“, also die mit japanischen Schriftzeichen umgesetzte Geschichte, bietet beim Durchblätterm immerhin einen interessanten optisch-ästhetischen Eindruck und dürfte zudem für manches deutsche Kind die gefühlten Schwierigkeiten beim Erlernen der eigenen Schriftsprache etwas realivieren…

Prof. Dr. PAUL DETLEV BARTSCH, in: „Lesefutter 2018“

 

Lieber Jürgen,
schön von Dir zu lesen - und Glückwunsch zu Anna Hood! Eine berührende Geschichte, die ich eben in Ruhe las.

LUTZ VAN DYJK, Kapstadt, Südfarika, Mail vom 3.4.2018

 

Lieber Janko,

das ist ja wunderbar zu sehen wie Ideen groß und größer werden und ihre Kreise ziehen.

STEPHAN DORGERLOH, Berlin, Mail vom 5.4.2018, zu. „Anna Hood“

 

Walter Bauers Werk sollte die Flut der Zeit nicht überspülen, denn sein Wort ist noch immer gültig. Von der ersten Zeile über das Land der Herkunft war er mein Bruder im Geiste, mit dem ich gern durchs Mansfelder Land gegangen bin. Wird er in Kanada noch verlegt und gelesen? Verdient hätte er es. In seine Erzählungen hat er mich sofort hineingezogen. Ich spüre noch die Beklemmung des Jungen, der die Nachricht vom verhafteten Vater erhält. Bauers Sprache ist ein Brunnen. „Das Land umschwingt uns im mächtigen Zuge der Fahrt“, hat sich mir als ein neues Bild eingeprägt und als eine Sicht, die ich noch nicht kannte.

Mit seinen Gedichten bin ich nicht so warm geworden wie mit seiner Prosa. Pathos zu vieler großer Worte wehte mich an. Seine Erzählungen jedoch sollten nicht zu den vergessenen gehören. Gut, dass er wenigstens in seiner Heimatgegend noch Anhänger findet und Du Dich um sein Erbe bemühst, gut, dass es den Preis mit seinem Namen gibt.

 

RENATE SATTLER, Magdeburg, Mail vom 5.5.2018 zu „Sonnentanz“

 

 

Anna und Robin, entsetzt vom Leid, welches die Flüchtlinge erleben müssen, suchen einen Weg zu helfen. Dabei kommt ihnen die Idee, es zu machen wie der weltberühmte Robin Hood: grün gekleidet stets, treffsicher mit Pfeil und Bogen, ein Held, mutig und klug, der den Reichen Geld abknöpft, um es den Armen zu geben. Jürgen Jankofsky hat seine Geschichte zum Thema Flüchtlingskrise in 19 Sprachen übersetzen lassen. Sie zeigt, wie einfallsreich und begeistert Kinder sein können, wenn es ihnen um Herzensangelegenheiten geht. Die Geschichte selbst ist süß geschrieben, die Idee dazu ist aber noch besser. So kreativ eine Geschichte in so vielen Sprachen zu übersetzen und dafür zu sorgen, dass Kinder aus jedem Land die Möglichkeit haben dieses Buch zu lesen. Gerade Flüchtlingskinder werden sicher ihren Spaß daran haben, denn sie könnten in ihrer Sprache lesen und zb. auch auf deutsch, das bringt einem dann auch die verschiedenen Sprachen näher. Ich finde das sehr wertvoll und kann euch sehr empfehlen in dieses Buch einmal reinzuschauen.

 

 

MEDIENNERD, August 2018, zu „Anna Hood“

 

 

 

Am Anfang war es eine Idee, der Wille, zu helfen, etwas gegen die Läufte der Zeit zu unternehmen. Daraus wurde ein Buch, „Anna Hood“, mittlerweile ist die Geschichte in 40 Sprachen übersetzt, man vergleiche die Webseite, die dem Projekt ge­widmet ist: www.anna-hood.de. Die Idee, mit dieser Story, in der es um Nächstenliebe, um Freundschaft, um gute Taten und Gerechtigkeit geht, in einem bundesweiten Projekt an Schulen zu gehen, Anna- Hood-Gangs zu bilden und mit den Heranwachsenden zu arbeiten, zu schreiben, zu zeichnen, zu reden, vorzulesen und neue Gebiete der Kreativität auszutesten, ist famos.

 

 

ANDRÉ SCHINKEL, Nachwort zu „Die Anna-Hood-Gang erobert das Geiseltal“ (MDV 2018)

 

 

 

Jürgen Jankofsky schrieb eine Erzählung für Kinder („Anna Hood“), die zur Verständigung zum Flüchtlingsproblem in Schulen beitragen soll und bereits in hohem Maße, auch international, beigetragen hat. Ich kann zumindest diesen internationalen Aspekt aus eigener Erfahrung nur bestätigen, da ich u.a. als Ehrenmitglied der Union der armenischen Schriftsteller im Mai diesen Jahres in Yerewan die sehr gute Wirksamkeit auch der armenisch-deutschen Version von „Anna Hood“ erfahren habe „Anna Hood“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt (z.T. durch renommierte Autoren) und vor allem im Rahmen der InterLese 2017, die das Motto hatte: "Robin Hood today", nicht zuletzt durch die Übersetzer auch in Schulen des Landes gelesen und diskutiert. Im März 2019 wird Jürgen Jankofsky zum Anna-Hood-Projekt an der Universität Bologna Vorträge halten. „Anna Hood“ wird also mittlerweile weltweit wahrgenommen (siehe entsprechende Rezensionen auf www.anna-hood.de und dazu die komplette Liste der Übersetzer) und wird also auch im Ausland als wichtiger und origineller Beitrag zur Diskussion über anstehende globale Probleme gesehen.
WILHELM BARTSCH, Halle, Brief vom 1.10.2018

 

 

 

Ich kenne Jürgen Jankofsky seit schon mehr als zwanzig Jahren als zuverlässigen und engagierten Schriftsteller, der bemüht ist Menschen, vor allem Jugendliche verschiedenster Nationen und Kulturen, zusammenzubringen. Das ist auch das Ziel seines Anna-Hood-Projektes, an dem ich selbst sehr gerne mitgearbeitet habe. Ich habe den Text ins Niederländische und ins Französische übersetzt, meine jüngste Tochter ins Polnische. Wir haben über Bekannte meiner Tochter noch mehr internationale Kontakte gefunden, die das Gamma der Sprachen, in die Anna Hood übersetzt wird, noch ausgedehnt haben. Am 3. Oktober 2017 wurde das Buch im Kulturzentrum von Strombeek in dreizehn Sprachen vor einem internationalen Publikum präsentiert. Mit großem Erfolg - der Saal war gedrängt voll. Nach der Präsentation des Buches hat sich Jüregen Jankofsky vor das Publikum gestellt und hat Fragen beantwortet. Es kam zu einem lebendigen Gespräch über die Themen des Buches.

 

PROF. DR. JAN DE PIERE, Essen (Belgien), Brief vom 5.10.2018